Weihbischof Brahm eröffnet Lutwinus-Wallfahrt

Voll besetzt war die Kirche in Mettlach, als an Christi Himmelfahrt ein feierlicher Gottesdienst mit der Erhebung des Heiligenschreins die Lutwinus-Wallfahrt eröffnete. Die Pilgertage enden am Samstag vor Pfingsten.

Mit einem festlichen Gottesdienst mit Weihbischof Robert Brahm, dem Echternacher Dechanten Theo Walin, Ortspfarrer Thomas Schmitt und weiteren Geistlichen aus dem Bistum Trier, dem Erzbistum Luxembourg und dem Bistum Metz hat an Christi Himmelfahrt die Lutwinus-Wallfahrt 2014 begonnen. Der Eröffnungsgottesdienst mit der Erhebung des Heiligenschreins in der voll besetzten Mettlacher Pfarrkirche wurde von den Pfarrcäcilienchören Mettlach und Saarhölzbach sowie dem Kammerorchester Merzig gestaltet.

Pfarrer Schmitt freute sich in seiner Begrüßung, dass Weihbischof Brahm in diesem Jahr die Eröffnung der Wallfahrt übernommen habe. Die zwölfte Wallfahrt seit ihrer Wiedereinführung finde in der Zeit der Bistumssynode statt. Die Frage nach den "Zeichen der Zeit" habe Bischof Stephan Ackermann als eine wichtige Aufgabe der Synode benannt. Es gehe darum, Zeichen im Sinne des Glaubens von "reinen Zeiterscheinungen" zu unterscheiden, sagte Schmitt und lud ein, für die Gabe des Geistes zu beten, "uns und die Welt vom Evangelium her zu verändern".

In seiner Predigt ermunterte Weihbischof Brahm die Festgemeinde zum Vertrauen darauf, dass Jesus Christus mit denen geht, die an ihn glauben. Das habe auch der heilige Lutwin getan. Nach einer Erzählung habe Lutwinus das spätere Kloster Mettlach an der Stelle gegründet, wo ihn - ermüdet von der Jagd - ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen vor der Sonne geschützt habe. Darin habe Lutwinus ein "Zeichen des Himmels" gesehen.

"Uns verbindet mit dem heiligen Lutwin die Erfahrung der Geborgenheit in Gott", sagte Brahm. Der für das Saarland zuständige Weihbischof ermutigte seine Zuhörer zu einem Leben "getrost und mit Zuversicht", denn "der Himmel steht uns offen. Und wir sind hier versammelt, weil wir Freunde wie den heiligen Lutwin im Himmel haben."

Weitere Höhepunkte der Wallfahrt waren der "Hellemädag", die Mettlacher Kirmes, am Sonntag,mit der Lutwinusprozession durch den Ort.

Am Freitag, 6. Juni, gibt es die Wallfahrt der Jugend mit einem Solidaritätsmarsch nach Mettlach, einem Jugendgottesdienst und einer Begegnung im Park.

Zum Abschluss der Wallfahrt, am Samstag vor Pfingsten, kommt der Erzbischof Jesús Juárez Párraga von Sucre in Bolivien, um mit den Pilgern Gottesdienst zu feiern. Dann wird auch um die Pfarrkirche der Bolivientag gefeiert, zusammen mit Padre Sergio, der in den vergangenen Jahren in der Pfarreiengemeinschaft in der Seelsorge gearbeitet hat.

www.lutwinuswerk.de