Weg zum Arzt soll nie zu weit sein

Regionalverband. Wer am Wochenende oder an einem Feiertag krank wird oder sich verletzt, ist nicht immer ein Fall für Notarzt und Rettungswagen. Aber gute Gründe, dann einen Arzt aufzusuchen, gibt es oft. Die saarländischen Ärzte helfen in Bereitschaftsdienstpraxen, wo sie abwechselnd Dienst tun

Regionalverband. Wer am Wochenende oder an einem Feiertag krank wird oder sich verletzt, ist nicht immer ein Fall für Notarzt und Rettungswagen. Aber gute Gründe, dann einen Arzt aufzusuchen, gibt es oft. Die saarländischen Ärzte helfen in Bereitschaftsdienstpraxen, wo sie abwechselnd Dienst tun. Für Uschi Goergen, 53, aus Gersweiler ist aber keineswegs klar, an welche dieser Praxen sie sich wenden darf. Kürzlich gab es für ihre Region eine Neuordnung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Falls die Steuerfachangestellte ihn in Anspruch nehmen müsste, wäre in erster Linie das Völklinger St. Michaelskrankenhaus für sie da. Dort ist seit dem 3. Oktober eine Bereitschaftsdienstpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung des Saarlandes (KV Saar), in denen die Hausärzte der Region der Reihe nach Notfalldienst haben. Zuständig ist die Völklinger Praxis nach Angaben der KV Saar in der Regel für die Bürger der Stadt Völklingen und ihrer Stadtteile, für die Bewohner von Großrosseln, Gersweiler, Klarenthal und Ottenhausen, für die Püttlinger mit Köllerbach sowie für die Riegelsberger - ohne Walpershofen. Bürger aus Walpershofen können sich im Notfall in erster Linie an die Bereitschaftsdienstpraxis Lebach wenden, die am Caritas-Krankenhaus in der Heeresstraße 49 ansässig ist. Uschi Goergen befürchtet, dass sich die ärztliche Versorgung für Gersweiler, Ottenhausener und Klarenthaler mit dem Anschluss an Völklingen verschlechtert hat. Das St.  Michaelskrankenhaus sei für diese Menschen mit Bussen schlecht zu erreichen: "Aus Richtung Gersweiler, Ottenhausen und Klarenthal fahren nach Völklingen am Samstag tagsüber nur wenige Busse, abends und am Sonntag keine." Die Verbindungen zur Saarbrücker Caritasklinik oder zum Winterberg seien besser.

Der stellvertretende Vorsitzende der KV Saar, Wolfgang Meunier, kann Goergen beruhigen. Bürger aus dem Notfalldienstring Völklingen könnten auch nach Saarbrücken fahren, wenn das für sie günstiger sei. Für Patienten, die nur mit einem Taxi zum Bereitschaftsdienst gelangen können, arbeiten die Ärzte an einer Lösung. Laut Meunier prüft die KV Saar, ob für die Notfall-Patienten Taxis zu vergünstigten Tarifen eingesetzt werden können.

Den Tipp für diese Geschichte bekamen wir von Leser-Reporterin Uschi Goergen.