Was Sie über Herzrhythmusstörungen wissen sollten

Der SZ-Telefondoktor hat Fragen von SZ-Lesern zu Herzrhythmusstörungen beantwortet. Wir drucken Auszüge aus den Beratungsgesprächen.

Anruferin (74): Wenn ich abends zur Ruhe komme, bemerke ich unregelmäßige Herzschläge. Das beunruhigt und ängstigt mich sehr. Wie kann ich damit umgehen, was kann ich tun?

Telefondoktor: Das Herz schlägt circa 100 000 Mal täglich. Manchmal kommt es dabei aus dem Takt: Das Herz schlägt zu schnell oder zu langsam oder unregelmäßig. Manche Herzrhythmusstörungen sind harmlos, andere können eine ernste Ursache haben. Herzrhythmusstörungen sollten immer von einem Arzt abgeklärt werden. Besonders wichtig ist die Abklärung von Rhythmusstörungen bei Menschen mit bekannter chronischer Herz-Kreislauferkrankung und nach Infekten. Eine "übergangene Grippe" kann etwa zu einer Herzmuskelentzündung führen, die sich durch Rhythmusstörungen bemerkbar machen kann.

In vielen Fällen sind Herzrhythmusstörungen harmlos, so dass allgemeine Risikofaktoren für Herzrhythmusstörungen zu betrachten sind. Oft ist ein Kalium- und Magnesiummangel Anlass für Unregelmäßigkeiten des Herzschlages. Ebenfalls sollte eine ausreichende Versorgung mit den Mineralien Kalzium und Natrium stattfinden, da diese Blutsalze für die Reizleitung wichtig sind. Es ist gut, auf einen ausgeglichenen Mineralstoffhaushalt zu achten. Beispielsweise kann es an heißen Tagen durch starkes Schwitzen und zu wenig Flüssigkeitsaufnahme oder bei der Einnahme von Entwässerungstabletten zu dem Mineralienmangel kommen.

Der übermäßige Konsum von Alkohol, Kaffee, Nikotin kann Herzrhythmusstörungen begünstigen, ebenso manche Medikamente. Bestehendes Übergewicht sowie das Alter des Patienten spielen ebenfalls eine Rolle.