Warnung vor Betrugsmail von Inkassobüro

Mehrere SZ-Leser-Reporter berichten von einer gefälschten Mail der "KMP Inkasso Rechtsanwälte". Im Auftrag der "11885 Auskunftsdienste AG" fordert die Kanzlei für ein angebliches Telefonat über diesen Vermittlungsdienst rund 190 Euro. Sowohl Privatpersonen als auch Geschäftsleute wie das Saarbrücker Architekten- und Ingenieurs-Büro "Zintel + Zintel" haben diese Nachrichten erhalten. Die Mitarbeiter recherchierten und fanden heraus, dass es die in der Mail angegebene Internetseite nicht gibt. Um andere SZ-Leser vor dieser Masche zu warnen, wendete sich die Firma nun an unsere Zeitung.

Auch bei der Verbraucherzentrale Saarland sind bereits zahlreiche Anfragen zu diesen E-Mails eingegangen, sagt Beraterin Sabine Wilhelm. Die Absender hätten einfach die Internetseite einer seriösen Kanzlei in München kopiert, die sich von den Vorfällen distanziere. Das Besondere sei hier, dass die gefälschte Nachricht sowohl an Privat- als auch Geschäftsleute gesendet wird. Der geforderte Geldbetrag und die Länge des angeblichen Telefonats sind oft ähnlich hoch.

"Letztendlich handelt es sich hier um eine ganz normale Spam-Mail", sagt Wilhelm. Die Verbraucherzentrale rät in diesen Fällen grundsätzlich zu überprüfen, ob mit den genannten Firmen eventuell eine Vertragsverbindung bestehe. Ist Klärungsbedarf vorhanden, sollte der Empfänger auf keinen Fall auf die Mail antworten, sondern direkt Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen.

Wichtig sei zudem, möglichst auf keine Links in der Nachricht zu klicken und Anhänge auf keinen Fall zu öffnen. Darüber hinaus empfiehlt die Beraterin ein aktuelles Antiviren-Programm: "Man sollte den Rechner so gut schützen wie sein eigenes Haus", so Wilhelm.