Vortrag über Komponisten im KZ Theresienstadt

Wie konnte es Komponisten selbst unter den unmenschlichen Bedingungen eines Konzentrationslagers wie Theresienstadt gelingen, lebensfrohe Musik und Lieder zu komponieren, einzustudieren und aufzuführen? Dieser Frage geht ein Vortrag von Ruth Frenk im Foyer des Saarländischen Staatstheaters am 3. Februar, 19 Uhr, nach.

In der Zwangsgemeinschaft des KZs Theresienstadt war fast die gesamte jüdische Kultur-Elite versammelt. Gelehrte aller Wissensgebiete, Künstler, Theaterleute, Literaten, Musiker, gewaltsam herausgerissen aus ihrem normalen Leben, fanden sich hier mit den Massen alter Menschen im gemeinsamen Elend vereint.

Der Vortrag beschäftigt sich unter anderem mit den Komponisten Karel Berman, Hans Krasa, Pavel Haas sowie mit den Kabaretttexten von Leo Strauss oder Karel Svenk. Ruth Frenk ist in den Niederlanden geboren und studierte zunächst an den Universitäten Amsterdam und Genf. Anschließend ging sie nach New York und schloss ihr Gesangsstudium an der Manhattan School of Music erfolgreich ab. Nach mehreren Jahren als Konzertsängerinin in den USA, Kanada und Israel kam sie nach Europa zurück und verfolgte ihre Karriere in Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Italien und der Schweiz weiter. Parallel dazu fing sie mit dem Unterrichten an. Als Gesangspädagogin war sie unter anderem an der Musikschule Konstanz, dem American Institute of Musical Studies, Graz, dem Istituto di Musica G. Verdi, Asti, sowie am Seminar "History, Music and Memory" in Israel tätig.

Von 2006 bis 2013 war sie Mitglied im Vorstand des Bundesverbands Deutscher Gesangspädagogen.

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