Von Männern, die in Löcher starren

Es ist eine mysteriöse Baustelle, die seit vielen Tagen immer wieder in der Paul-Marien-Straße auftaucht und die rechte Fahrbahn vor der Ampel blockiert. Kein schweres Gerät, nur eine Absperrung und ein Generator, der in einem blauen Transporter lärmt.

Hinter der Absperrung steht meist ein Arbeiter und schaut in den Gully hinunter. Nicht mysteriös, sondern ganz banal, ist die Antwort von Sarah Schmitt, der Sprecherin der Saarbrücker Stadtwerke . Es ist eine sogenannte Tagesbaustelle. Die Stadtwerke lassen hier in einem Fernwärmeschacht den Beton sanieren. Das muss in mehreren Abschnitten gemacht werden. Der Grund, warum die Baustelle immer wieder auf und abgebaut wird, liegt in der VRAO, der "Verkehrsrechtlichen Anordnung für Baustellen im öffentlichen Raum". Gearbeitet werden darf hier nur von 9 Uhr (nach Verkehrsspitze) bis 15 Uhr (vor Verkehrsspitze). "Da die Arbeiten nur in diesen Zeiträumen durchgeführt werden können, dauern die Arbeiten entsprechend lange an", sagt Sarah Schmitt. Aus Sicherheitsgründen müssen Unternehmen für Arbeiten, die das Einsteigen in Schächte oder das Begehen von Kanälen erforderlich machen, mindestens zwei Personen einsetzen. Diese "Sicherungsposten" müssten auch bei kurzzeitigem Einsatz in Schächten und Kanälen eingeteilt werden. Die Arbeiten sollen bis Ende dieser Woche erledigt sein.