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Völklinger Ortsrat nimmt nun Luisenthaler Bahnhof ins Visier

Monika Roth, Ortsvorsteherin von Völklingen, auf dem Spielplatz an der Skater-Anlage im Köllertal. Foto: Becker & Bredel
Monika Roth, Ortsvorsteherin von Völklingen, auf dem Spielplatz an der Skater-Anlage im Köllertal. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Völklingen. Was ist wichtig im neuen Jahr? Im Rahmen unserer Gespräche mit Ortsvorstehern in der Region kommt heute die Völklingerin Monika Roth (parteilos) zu Wort. Die Kommunalpolitikerin setzt nach wie vor aufs City-Center und wünscht sie sich ein Reha-Zentrum auf dem Gelände des ehemaligen Michaelskrankenhauses. Von SZ-MitarbeiterThomas Annen

2009 wurde Monika Roth (62) zur Ortsvorsteherin von Völklingen gewählt. Im Sommer des vorigen Jahres trat sie wegen innerparteilicher Konflikte um die Umbenennung der damaligen Hermann-Röchling-Höhe aus der SPD aus. Ihr Amt führt sie seither als parteilose Ortsvorsteherin. Ohne Unterstützung einer Partei kann sie aber nicht wiedergewählt werden. Deshalb sah es lange so aus, als ende ihre kommunalpolitische Laufbahn nach den Wahlen im Mai. Doch nun gibt es eine überraschende Wende: Die Völklinger CDU hat die ehemalige Arzthelferin als Spitzenkandidatin für den Ortsrat nominiert (wir berichteten).

Weil ihr der Job Spaß mache, erklärt Monika Roth im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung, sei sie auf das Angebot der Christdemokraten eingegangen. Ein Eintritt in die CDU komme für sie aber nicht in Frage. Bei einer Wiederwahl, betont Roth, werde sie als parteilose Ortsvorsteherin weiterarbeiten.

Im Völklinger Ortsrat müssen nicht nur die Wünsche vieler Parteien, sondern auch die Interessen verschiedener Stadtteile unter einen Hut gebracht werden. "Teamwork ist gefragt", sagt Roth mit Blick auf die gute Zusammenarbeit mit den Ratskollegen. Die Ortsvorsteherin weiß, dass man in der Kommunalpolitik dicke Bretter bohren muss. Manchmal zahlt sich Hartnäckigkeit aus. Seit ihrem Amtsantritt setzte sich Roth dafür ein, die Völklinger Bahnhofsuhr wieder zum Laufen zu bringen.

Nun konnte sie einen Teilerfolg erreichen: Die nicht mehr reparable Uhr ist demontiert. Als Ersatz wurden auf den Bahnsteigen funkgesteuerte Uhren installiert. Roth möchte, dass auch der Bahnhof in Luisenthal in Schuss gebracht wird. Demnächst hat sie ein Gespräch mit einem Bahnverantwortlichen. Über die Ergebnisse wird sie vor Ort informieren. Am 11. März lädt der Ortsrat die Bewohner des Stadtteils zum Dialog ein.

Nicht nur bei offiziellen Terminen hat Roth immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Völklinger. Während Spaziergängen mit dem Hund oder bei Geburtstagsgratulationen steht sie den Bürgern gerne als Ansprechpartnerin zu Verfügung. Auch wer bei ihr privat zuhause anruft, wird nicht abgewimmelt. "Die Arbeit bereitet mir sehr viel Freude", erklärt Monika Roth.

Sie wäre froh, wenn das City-Center gebaut würde. Außerdem wünscht sie sich ein Reha-Zentrum auf dem Gelände des ehemaligen Michaelskrankenhauses. Die Neuansiedlungen, erklärt sie, würden die Attraktivität der Stadt steigern. Roth fühlt sich schon jetzt wohl in Völklingen. "Ich lebe gerne hier", versichert die Ortsvorsteherin.