Vier Männer, ein Plan und ein Problem

Sieben Jahre lang wird schon geplant, nun droht der Neubau eines gemeinsamen Gerätehauses der Löschbezirke Sitterswald und Auersmacher an Grundstücksverhandlungen zu scheitern.

Die Feuerwehrleute sind ratlos. "Wenn das neue Feuerwehr-Gerätehaus nicht gebaut werden kann, haben wir ein schwerwiegendes, strukturelles Problem. Dann müssen wir wieder bei null anfangen, dann war die Arbeit von sieben Jahren umsonst", sagt Peter Dausend, der Wehrführer in der Gemeinde Kleinblittersdorf. Am Montag trafen sich die Gemeindewehrführung und die Löschbezirksführung von Sitterswald und Auersmacher. Thema war das neue Gerätehaus zwischen Sitterswald und Auersmacher, das seit 2007 in Planung ist und das im vergangenen Herbst eingeweiht werden sollte.

Doch die eigentlich abgeschlossenen Grundstückverhandlungen gestalteten sich durch nachträgliche Forderungen, wie die Feuerwehr sagt, äußerst schwierig. "Wir haben im Jahr 2007 bereits feuerwehrintern Arbeitsgruppen gebildet, die sich um Planungen für das neue Gerätehaus kümmerten. Man kann sagen, dass bis zum heutigen Tag jeder Feuerwehrmann in Sitterswald und Auersmacher für das neue Haus mehr oder weniger viel Freizeit geopfert hat", sagt Dausend.

75 aktive Feuerwehrleute gibt es in den beiden Löschbezirken. Hinzu kommen 20 Jugendfeuerwehrleute. Ein Geräte haus für zwei Löschbezirke - "es war nicht immer einfach. Wir mussten auch intern viel Überzeugungsarbeit leisten, damit letztlich jeder voll und ganz diesem zukunftsträchtigen Projekt stand", erklärt Jörg Schäfer, der stellvertretende Löschbezirksführer von Sitterswald.

Sollte das neue, 1,58 Millionen Euro teure Gerätehaus (990 000 Euro Zuschuss vom Land, 410 000 von der Gemeinde und 180 000 Euro Eigenleistung Feuerwehr) nicht gebaut werden, gibt es massive Probleme. "Die alten Gerätehauser in den Ortsteilen müssten kernsaniert werden. Wir bräuchten zusätzliche Garagen für die neuen Feuerwehrautos, die angeschafft werden. Und der Zuschuss von 990 000 Euro würde komplett wegfallen. Es wäre eine Katastrophe", sagt Winfried Lang, der Löschbezirksführer von Auersmacher.

Neben den beiden Gerätehäusern gibt es noch eine separate Atemschutzwerkstatt. Drei alte Gebäude, die teilweise marode sind und viel Energie verbrauchen. Am neuen Standort wäre alles unter einem Dach und zudem auf dem neusten Stand der Technik. "Das wäre ein großer Vorteil für uns. Aber es geht auch um die Zukunft", sagt Martin Hector, der Gemeindejugendbetreuer. "Wir haben heute schon tagsüber personelle Probleme bei Einsätzen. Die könnten wir mit einem gemeinsamen Gerätehaus lösen. Es geht ja in erster Linie darum, dass zukunftsorientiert der Schutz der Bevölkerung gewährleistet ist", erklärt Martin Hector.

Am 10. April entscheidet der Gemeinderat über die weitere Vorgehensweise, danach müsse man sehen, wie sich die Grundstückseigentümer verhalten.