Viel Lob für Kirkel und Homburg

Die beiden Homburger Handball-Saarlandligisten sind am Samstagabend zu zwei klaren Heimsiegen kommen. Der TV Homburg hat jetzt den Klassenverbleib endgültig geschafft, dem TV Kirkel fehlt, um ganz sicher zu sein, nur noch ein Sieg.

Erfolgreicher Spieltag für den TV Homburg und den TV Kirkel in der Handball-Saarlandliga. Beide Teams feierten am vergangenen Samstagabend deutliche Heimsiege. Der TVH schlug dabei den Drittletzten VTZ Saarpfalz II mit 35:27. In der Robert-Bosch-Halle konnte die VTZ dabei nur bis zur 20. Minute mithalten. Nachdem die Zweibrücker schnell mit 3:0 führten, kam der Gastgeber über 4:6, 6:6 und 8:8 dank des überragenden Torhüters Dirk Lewing und des zehnfachen Torschützen Philipp Forster über 10:8 zu einer klaren 16:10-Pausenführung. TVH-Trainer Pavol Jano: ,,Vor dem starken Lewing arbeitete unsere Abwehr im weiteren Spielverlauf immer konsequenter. Dank einer zweiten starken Welle im Angriff war der Sieg nie in Gefahr."

Beim Stand von 23:17 schien die Partie nach wenigen Minuten im zweiten Spielabschnitt entschieden zu sein. Die VTZ kam zwar noch einmal auf 20:24 heran, leistete sich aber immer wieder zu viele technische Fehler und verlor am Ende die Partie mehr als deutlich. Positiv war für die Homburger auch, dass Leo Frisch nach fünfmonatiger Verletzungspause (Schulter) wieder erstmals zum Einsatz kam.

Auch der TV Kirkel siegte gegen den TBS Saarbrücken mit 33:28 deutlich. Kirkels Trainer Mike White war dabei mit den Leistungen seiner Spieler mehr als einverstanden: ,,Der TBS war der erwartet starke Gegner, aber meine Jungs haben nicht nur sehr gut dagegen gehalten, sondern kämpferisch und taktisch hervorragend gespielt." Bis zum 9:9 war die Partie offen, ehe sich Kirkel über 16:12 zur Pause mit 17:13 absetzte.

Der TVK bestimmte auch die zweite Halbzeit in der Burghalle, aber die Gäste gaben sich nicht geschlagen. Beim Stand von 27:27 schien die Partie fast zu Gunsten der Saarbrücker zu kippen, aber Kirkel fand nach einer Umstellung wieder zurück ins Spiel und setzte sich mit einem starken Endspurt am Ende verdient durch.

Während der TV Homburg den Klassenverbleib nun endgültig gesichert hat, braucht der TV Kirkel noch einen Sieg, um auch theoretisch nicht mehr absteigen zu können.

Tore für den TV Homburg: Philipp Forster 10, Michal Kurka 7, Daniel Thum 6, Lukas Glück 4, Philipp Rauchschwalbe 3, Lukas Styrancak 3, Nils Bechtel 2.

Tore für den TV Kirkel: Filip Wendel 7, Frederik Simon 7, Eric Gliemmo 6, Robin Schweitzer 6, Marc Hoffmann 2, Thijs van Donkersgoed 2, Mike White 2, Christian Pfeifer 1.

Wenn im Handball der Tabellenvorletzte den Zweiten mit 20 Toren Unterschied aus dessen eigener Halle fegt, könnte der Betrachter im ersten Moment vielleicht an ein Wunder glauben. Der 36:16-Sieg der SGH St. Ingbert in der Saarlandliga-Partie beim HC Dillingen-Diefflen am vergangenen Sonntag war allerdings kein solches Wunder. Das kuriose Ergebnis hat eine Vorgeschichte: Offenbar wollen gleich mehrere Saarlandliga-Spitzenteams den Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar vermeiden.

Denn die finanzielle Belastung der Oberliga ist für viele Vereine nicht zu stemmen. Da der Aufstieg als Saarlandliga-Meister aber nicht einfach abgelehnt werden kann, sondern vom Handballverband Saar mit einem Zwangsabstieg in die Bezirksklasse bestraft wird, kommt es im Liga-Endspurt nun zu dem unwürdigen Schauspiel, dass die Vereine Maßnahmen treffen, um die Saison bloß nicht als Meister zu beenden. So reagierte der Tabellenzweite Diefflen nun offenbar auf die überraschende 23:24-Niederlage von Tabellenführer HG Saarlouis II am Freitag beim TV Merchweiler - und schickte gegen die SGH nur die Dritte Mannschaft aus der A-Klasse ins Rennen. Die blieb naturgemäß chancenlos und lag bereits zur Pause mit 8:20 zurück. > siehe auch