Verein setzt sich für Tiere ein

Einer Gruppe Holzer geht das bisherige Tierschutzgesetz nicht weit genug. Deshalb haben sie das Bündnis für Tierrechte gegründet. Tierrechte sollen stärker in der Gesellschaft verankert werden.

"Zweck des Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen". So lautet der Paragraf eins des deutschen Tierschutzgesetzes. Das ist einigen Menschen jedoch zu wenig. So zum Beispiel Caroline Jung, Erika Dix, Werner Wadle und knapp einem Dutzend weiterer Tierfreunde. Sie gründeten im letzten Jahr das "Bündnis für Tierrechte" mit Sitz in Holz.

Hauptaufgabe des vor knapp einem Jahr gegründeten "Bündnisses für Tierrechte" sei es, so die Vorsitzende Caroline Jung, die Menschen für die Belange der Tiere zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie einfach und dennoch genussvoll ein tierfreundliches Leben sei. Die Tierrechtsschützer gehen grundsätzlich davon aus, dass die Menschen derzeit in einem eher tierfeindlichen Umfeld leben. Genannt werden als Beispiel Tierversuche, Massentierhaltung, Tiere im Zoo oder im Zirkus. "Wir wollen mit den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft ins Gespräch kommen, damit die Rahmenbedingungen für die Tiere verbessert werden, um Tierrechte in der Gesellschaft zu verankern", sagt Jung und Werner Wadle, ein 53 Jahre alter Maschinenbauingenieur aus Schiffweiler, bekräftig das noch: "Tiere dürfen nicht mehr ausgebeutet und getötet werden." Mit "zivilen" Methoden will das neue Bündnis Aufklärung betreiben, dazu gehörten Informationsstände und Mahnwachen.

Wenn Tierrechtler und Tierrechtlerinnen für die "Rechte der Tiere" auf die Straße gehen, so trete ihnen oft eine Mauer des Unverständnisses und oft auch offener Hohn entgegen, sagen sie. Das schreiben die Mitglieder des "Bündnisses für Tierrechte" mangelnder Aufklärung Information zu. "Das möchten wir ändern", sagte die 34-jährige Vorsitzende, im Beruf Juristin. Erika Dix, eine 54-jährige Übersetzerin, präzisiert anhand eines Artikels in der Saarbrücker Zeitung (10. Januar 2014). Dort heißt es, dass "die Welt ein Schlachthaus sei". 60 Kilogramm Fleisch verzehre jeder Deutsche pro Jahr. Dieser hohe Fleischkonsum gehe nicht nur zu Lasten der Tiere, er sei mittlerweile zu einem Umweltproblem gewachsen. So würden zum Beispiel Wälder zugunsten von Rinderweiden abgeholzt. Jung, Wadle und Dix leben auch das, was sie anderen Menschen nahe bringen möchten. Sie ernähren sich vegan, kommen also bei ihrer Ernährung vollständig ohne tierische Nahrungsmittel aus, auch Milch und Eier sind tabu.

Im Saarland gibt es laut "Bündnis für Tierrechte" noch eine weitere Gruppierung, die sich für Tierrechte einsetzt. "Menschen für Tierrechte - Tierversuchsgegner Saar". Mit diesem Verein, den es schon seit Längerem gibt, arbeite man zusammen, so Jung.

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