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Vater mit seinem elfjährigen Sohn bei Wohnungseinbruch ertappt

Saarbrücken. Michael Jungmann

. Während sein Vater sich mit einem Spezialwerkzeug über eine Terrassentür Zugang in eine Wohnung verschaffte, nach Schmuck und Bargeld suchte, stand der elfjährige Sohn vor dem Haus "Schmiere". Die Polizei hat jetzt einem in Frankreich geborenen 34 Jahre alten Kroaten mit Wohnsitz in Saarbrücken das Handwerk gelegt. Beamte der Inspektion St. Johann (Karcherstraße) konnten den Serieneinbrecher bereits am Mittwoch in unmittelbarer Nähe eines Tatortes in der Straße "Am Kaninchenberg" in Saarbrücken festnehmen. Anwohner hatten die Polizei alarmiert, als sie beobachteten, wie der 34-Jährige durch die Terrassentür in ein zweigeschossiges Wohnhaus eindrang. Der Sohn wartete vor dem Gebäude. Polizisten brachten das Kind später in die Obhut seiner Mutter.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Kroate auch für einen weiteren Einbruch in der Nachbarschaft des ersten Tatortes verantwortlich ist. Vermutlich war mindestens ein weiterer Täter beteiligt. Bei dem Festgenommenen stellten die Beamten ein selbst angefertigtes Spezialwerkzeug sicher, mit dem die Türen aufgehebelt wurden. Jetzt soll geklärt werden, ob die an mehreren Tatorten festgestellten Spurenbilder von diesem Einbruchswerkzeug stammen.

Nach Angaben von Polizeisprecher Stephan Laßotta halten die Spezialisten der Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch den 34-Jährigen für ein Mitglied einer Bande, die für eine Serie von Einbrüchen, insbesondere im Saarbrücker Stadtteil St. Arnual, in Frage kommt. Der Kroate sitzt in Untersuchungshaft. Gegen ihn existierte ein Haftbefehl des Amtsgerichts in Frankfurt am Main. Dort und in Mönchengladbach steht er im Verdacht, Wohnungseinbrüche begangen zu haben. Auch die Polizei in Frankreich suchte ihn als Mitglied einer Einbrecherbande.