Unterschriften für ein tolerantes Land

Wer sie unterzeichnet, will ein weltoffenes Saarland, in dem Rassismus und Fremdenhass keinen Platz haben. Das Lebacher Signal bezieht seine Stärke aus all jenen, die sich mit ihrer Unterschrift dazu bekennen. Bald geht es auf Tournee durch die Rathäuser.

Der erste Integrationsgipfel des Saarlandes verabschiedete im März die "Lebacher Erklärung". Sie liegt noch bis zum Ende der Sommerferien in der Tourist Information im Schloss aus. Bürger können sich mit ihrer Unterschrift für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen, Ethnien, Nationalitäten und Religionen und gegen Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aussprechen. Neben Regionalverbandsdirektor Peter Gillo haben 30 Mitglieder der Regionalversammlung die Erklärung bereits unterzeichnet. Gillo: "Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich diejenigen, die aus Krisengebieten zu uns flohen, als gleichberechtigte und vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft fühlen können. Jetzt können alle Saarländer, die dieses Ziel unterstützen, durch ihre Unterschrift ihre Solidarität ausdrücken." Nach den Sommerferien geht das im Schloss ausgelegte Exemplar der Erklärung auf Tour durch den Regionalverband und liegt für je zwei Wochen in den Rathäusern der regionalverbandsangehörigen Städte und Gemeinden aus. "Mit dieser Erklärung haben wir die Grundlage für einen gesellschaftlichen Konsens zur Integrationspolitik und Willkommenskultur im Saarland geschaffen", sagte die Landesintegrationsbeauftragte und Sozialministerin Monika Bachmann . "Sie ist damals von den größten landesweit tätigen Organisationen und Institutionen unterzeichnet worden und hat im Nachhinein breite Unterstützung durch weitere Gruppierungen erfahren."

Zu den 15 Erstunterzeichnern gehören der Saarländische Städte- und Gemeindetag, der Landkreistag, der DGB, die Vereinigung der Saarländischen Unternehmensverbände, der Landessportverband, die Kammern und Religionsgemeinschaften. "Einwanderung und Integration haben eine gute und lange Tradition in Deutschland", sagte Bachmann. "Diese wollen wir stärken, dazu gehört, dass sich möglichst viele Saarländer zur Lebacher Erklärung bekennen."