Unter Zugzwang

Die U 23 des 1. FC Saarbrücken steht unter Druck. Sie kassierte in dieser Oberliga-Saison im Schnitt 2,5 Gegentore pro Spiel, ist Tabellenvorletzter. Trainer Martin Forkel hofft auf die Wende im Spiel beim TuS Mechtersheim.

An diesem Samstag um 15 Uhr beginnt für die U 23 des 1. FC Saarbrücken mit dem Auswärtsspiel beim TuS Mechtersheim die Rückrunde. Eine Rückrunde, in der sich der FCS gewaltig steigern muss, um den Klassenverbleib in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zu schaffen. Denn der bisherige Saisonverlauf war ernüchternd.

Nach 17 Spieltagen steht Saarbrückens Reserve auf dem vorletzten Tabellenplatz, hat gerade einmal elf magere Punkte auf der Habenseite. Die enorm schwache Defensivleistung ist der Hauptgrund für die heikle Situation. Die Malstatter kassierten bisher 43 Gegentore. Das sind im Schnitt 2,5 Gegentore pro Spiel - deutlich zu viel, um in der Oberliga mithalten zu können. Selbst in der vergangenen Saison, als die U 23 erst auf den letzten Drücker den Klassenverbleib perfekt gemacht hat, stand die Mannschaft zur Halbzeit besser da, hatte fünf Punkte mehr und elf Gegentore weniger auf dem Konto.

Die schwache Hinrunde hat im Verein Spuren hinterlassen. Nach dem 13. Spieltag (0:3 beim SV Saar 05 Saarbrücken ) entbanden die Verantwortlichen Trainer Bernd Eichmann von seinen Aufgaben. Nachfolger wurde Martin Forkel, bis dahin selbst als Spieler in der U 23 aktiv. Nach einem deutlichen 4:0-Sieg bei seinem Debüt gegen die SG Betzdorf kassierte das junge Team zuletzt wieder drei Niederlagen in Folge.

Zum Rückrunden-Auftakt will Forkel die Wende einleiten. "Wir müssen einen Strich unter die Vorrunde setzen. Am Samstag wird die Rückrunde eingeleitet, da müssen wir ganz schnell wieder in die Spur zurückzufinden", sagt er: "Aus den letzten drei Spielen in diesem Jahr brauchen wir möglichst viele Punkte." Um den Umschwung zu schaffen, hat Saarbrückens Trainer unter der Woche das Abwehrverhalten bei Standardsituationen trainiert, da bei den vergangenen Niederlagen oft unnötige Tore aufgrund fehlender Zuordnung passierten. Zusätzlich verlangt Forkel gegen Mechtersheim, dass sich jeder "vom Kopf her auf ein kampfbetontes Spiel und einen tiefen Rasenplatz einstellt". Ein Sieg ist für den FCS ist fast schon Pflicht, denn Mechtersheim zählt im Gegensatz zu den vergangenen Gegnern aus dem oberen Tabellendrittel zur direkten Konkurrenz um den Ligaverbleib.