Und immer wieder geht's nach Saargemünd

Wenn elektronische Anzeigetafeln nicht das anzeigen, was sie sollen, bringt das Fahrgäste im besten Fall zum Schmunzeln. Meist ist es jedoch einfach nur ärgerlich. SZ-Leser-Reporter schildern ihre Erfahrungen.

Eigentlich fährt die Saarbahn ja seit Oktober bis nach Lebach. Als Markus Becker aus Nalbach kürzlich einen jungen Mann aus Brüssel auf dem so genannten Linienband über der Tür eines Zug, das die Haltestellen auflistet, zeigen wollte, wie viele Stationen es noch bis dorthin sind, wollte ihm das aber nicht gelingen. "Das Schaubild stellte die Verbindung von Saargemünd nach Saargemünd dar", schildert der SZ-Leser-Reporter seine verwirrende Beobachtung.

"Das ist natürlich nicht korrekt. Da ist ein Fehler bei der Anbringung unterlaufen", sagt Saarbahn-Sprecherin Sarah Schmitt. Das Unternehmen bedanke sich für den Hinweis, werde nun die Züge prüfen und den fehlerhaften Aufkleber austauschen, erklärte Schmitt.

Auch ein Tourist aus München, der kürzlich in Saarbrücken mit dem Nahverkehrs-Anbieters unterwegs war, hat kuriose Entdeckungen gemacht: "Ihr seid hier aber lustig drauf", witzelt Sebastian Huber. Erst habe bei seiner Busfahrt in den Zoo die Anzeige "Wagen hält" auf dem Kopf gestanden. Schmitt erklärt, dass dies passiert sein könne, wenn zum Beispiel bei einer Instandhaltungs-Maßnahme die Schablone falsch montiert wurde. In einem solchen Fall sei es hilfreich, dem Fahrer direkt Bescheid zu geben. Doch auch damit nicht genug: Bei Hubers Weiterfahrt seien dann auf der elektronischen Anzeigetafel einer Haltestelle plötzlich seltsame Dinge passiert. "Eigentlich soll die Anzeigetafel ja über die Abfahrt der Busse in Echtzeit informieren - zumindest ist das im Rest der Republik so", sagt er. Doch die angezeigten Verbindungen seien plötzlich verschwunden, ohne dass die Linie eingetroffen sei.

In der Regel zeige die Anlage die vom Leitrechner aufgrund des Busstandortes ermittelte "relative Zeit" an, also zum Beispiel "zwei Minuten", erklärt die Sprecherin. Ist auf der Tafel dagegen eine konkrete Uhrzeit wie zum Beispiel 15.18 Uhr zu sehen, seien das die Fahrplandaten, also die Soll-Zeit. Dies könne aus verschiedenen Gründen eintreten. Etwa dann, wenn der Wagen nicht beim Leitrechner angemeldet beziehungsweise die Verbindung zu diesem fehlerhaft oder gänzlich unterbrochen sei. Oder wenn die gesamte Fahrt zum Beispiel wegen eines technischen Defektes am Bus ausfalle, erläutert die Saarbahn-Sprecherin. Woran der Fehler in dem von dem SZ-Leser-Reporter beschriebenen Fall gelegen habe, sei im Nachhinein nur noch schwer nachzuprüfen. Dazu müsste das Unternehmen konkret wissen, mit welchem Bus der Kunde fahren wollte.

Den Tipp für diesen Artikel bekamen wir von mehreren SZ-Leser-Reportern. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder schicken Sie eine E-Mail an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter .