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Umzugspläne der HTW in der Kritik

Saarbrücken. Der Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) hat vorgeschlagen, die Ingenieurwissenschaften in Kirkel unterzubringen. Die Ministerpräsidentin, CDU, Grüne und Piraten üben Kritik. Doch der Asta ist dafür. ukl/red

Ein möglicher Umzug der Ingenieurswissenschaften der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in die Ex-Praktiker-Zentrale nach Kirkel stößt auf Widerstand in der Politik. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU ) zeigte sich gestern skeptisch. Bei der Idee handele es sich bislang nur um einen Vorschlag des HTW-Rektors Wolrad Rommel, nicht um einen Beschluss aller Gremien, sagte die Regierungschefin vor Journalisten. Erst wenn die HTW ihr ein "gesichertes Signal" sende, dass sie den Umzug wünsche, werde dies geprüft. Der hochschulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion , Thomas Schmitt , bittet um Zurückhaltung. "Standort der HTW ist Alt-Saarbrücken und soll es nach allen bisherigen Plänen auch bleiben. Darauf fußten auch alle bisherigen Entscheidungen und Investitionen."

Auch Piraten und Grüne im Saar-Landtag kritisierten die Umzugspläne. "Die Anbindung des Standorts an den öffentlichen Nahverkehr ist miserabel", monierte Michael Neyses , hochschulpolitischer Sprecher der Grünen. Zudem gebe es dort keine Bibliothek oder studentische Freizeitmöglichkeiten. Die Piraten argumentierten gleichermaßen. "Vor der Tatsache, dass die jetzige Idee der Campusallee in Saarbrücken damit völlig auseinandergerissen würde, sind die Planungen um einen Teil-Umzug der Hochschule nach Kirkel ein reines Stückwerk", ergänzte Jasmin Maurer , hochschulpolitische Sprecherin der Piraten. Beide Fraktionen setzten sich dafür ein, die HTW-Standorte auf Saarbrücken zu konzentrieren. Nur das ermögliche eine intakte Campuskultur.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der HTW befürwortet derweil einen möglichen Umzug der Ingenieurwissenschaften nach Kirkel . Asta-Sprecher Daniel Gauditz sagte dem SR, das gelte auch, wenn der Umzug sich von einer Zwischen- zur Dauerlösung entwickeln sollte. Allerdings müssten sich die Studienbedingungen deutlich verbessern.