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Umgehungsstraße rückt näher

Täglich rollt der Verkehr über die Route der B 423 in den Homburger Süden oder zurück – auch der Schwerlastverkehr. Seit vielen Jahren fordern Politik und Bürger deshalb eine Entlastung. Foto: Thorsten Wolf
Täglich rollt der Verkehr über die Route der B 423 in den Homburger Süden oder zurück – auch der Schwerlastverkehr. Seit vielen Jahren fordern Politik und Bürger deshalb eine Entlastung. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. 3,9 Kilometer soll sie lang werden, 27 Millionen Euro soll sie kosten: Die Entlastungsstraße für die Bundesstraße 423 in Richtung Homburger Süden könnte in den nächsten Jahren Realität werden. Thorsten Wolf

Geht es mit der Schwarzenbach-Umgehung endlich weiter? Dessen sicher ist sich das zuständige saarländische Verkehrsministerium. "Die Realisierung dieser Ortsumgehung ist wieder ein Stück näher gerückt" hieß es gestern in einer Presseerklärung aus Saarbrücken. Wie der zuständige Staatssekretär Jürgen Barke darin mitteilt, habe das Bundesverkehrsministerium jetzt die haushaltsrechtliche Genehmigung erteilt: "Als Nächstes folgt nun das Planfeststellungsverfahren, das wir 2015 abschließen können, wenn alles planmäßig läuft." Für das Projekt sei ein Investitionsvolumen von rund 27 Millionen Euro vorgesehen. Die vorliegende Planung für die Bundesstraße 423 beinhalte dabei den Neubau der Ortsumgehung Schwarzenbach und Schwarzenacker inklusive einer neuen Anschlussstelle an der Autobahn A 8 zwischen den bestehenden Anschlussstellen Einöd und Limbach, erklärt der Staatssekretär.

Die Neubaustrecke weise, so Barke weiter, eine Länge von etwa 3,9 Kilometern auf. Sie soll an der neuen Anschlussstelle beginnen und in der Stadtmitte von Homburg an der bestehenden L 119 enden. Diese werde auf einem Teilstück zur Bundesstraße aufgestuft. Jürgen Barke: "Die Neubaustrecke der B 423 wird nach Fertigstellung durchschnittlich von etwa 17 400 Automobilen benutzt. Dies entlastet die Ortsdurchfahrten im Mittel um 7000 Fahrzeuge pro Tag." Dies bringe eine deutliche Beruhigung des Verkehrs und damit mehr Lebensqualität für die Anwohner. In enger Abstimmung mit der Stadt Homburg würden jetzt die weiteren Schritte vorbereitet.

Seitens der Stadt, dort hält man einen Baubeginn im Jahr 2016 für möglich, bewertete der zuständige hauptamtliche Beigeordnete Rüdiger Schneidewind den Fortschritt so: "Wir sind sehr froh. Auf diesen Moment hat die Verwaltung lange hingearbeitet." Zwar sei die Schwarzenbach-Umgehung kein Projekt der Stadt selbst, man habe aber seitens der gesamten Verwaltungsspitze immer wieder mit den Verantwortlichen bei Land und Bund zusammengesessen, "um das auf den Weg zu bringen". Schneidewind bedankte sich parteiübergreifend bei allen Parteien, die dieses Projekt in der Vergangenheit unterstützt haben. Und das nicht nur wegen der damit verbundenen Verkehrsentlastung für Schwarzenbach, Schwarzenacker und Einöd, sondern auch wegen der Bedeutung des Großprojektes für die Stadtentwicklung, Stichwort DSD-Gelände. Dessen Konversion von der Industriebrache hin zum attraktiven Ansiedlungsgelände sei untrennbar mit dem Bau der neuen B 423 verbunden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Funk, Mitglied des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestags, nannte das Signal zur B 423-Umgehung eine "gute Nachrichten für Homburg aus Berlin. Nach eineinhalb Jahren Wartezeit hat das Bundesverkehrsministerium die Investitionskosten für die Ortsumgehung Schwarzenacker und Schwarzenbach in Höhe von 27 Millionen akzeptiert". Nun liege der Ball wieder bei der Landesregierung in Saarbrücken, "das saarländische Wirtschaftsministerium muss jetzt umgehend mit dem Planfeststellungsverfahren beginnen".



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