Übungsplatz verliert Autonomie

Einer Strukturreform folgend, wird der Truppenübungsplatz in Baumholder bald einem neuen Bereich zugeordnet. Somit verliert der Platz seine Selbstständigkeit. Wann genau die neue Reform greift, steht allerdings noch nicht fest.

Der Truppenübungsplatz Baumholder verliert seine Selbstständigkeit, eine Leitkommandantur im unterfränkischen Wildflecken übernimmt die militärische Hoheit. Wie Oberstleutnant Reinhard Walter, derzeit Standortältester und Kommandant des Übungsplatzes, auf Nachfrage bestätigt, wird Baumholder einem im Zug der Bundeswehrreform entstehenden Bereich Truppenübungsplätze Süd zugeordnet.

Ab wann die Strukturreform greift, steht Walter zufolge noch nicht fest. Dass die Änderungen zum 1. Juli 2015 wirksam werden könnten, wie der "Südkurier" unter Berufung auf den Kommandanten des Truppenübungsplatzes Heuberg (Baden-Württemberg) berichtet hatte, wollte Walter ebenso wenig bestätigen wie Oberstleutnant Klaus Neumann vom Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr.

"Ähnlich wie beim uns unterstellten Truppenübungsplatz in Daaden wird wohl weiter ein Leiter vor Ort sein", erklärte Walter. Mit personellen Einschnitten sei jedoch in der Stabsabteilung zu rechnen. Zudem sei zu erwarten, dass die Haushaltsmittel für den Truppenübungsplatz weiterhin durch das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Idar-Oberstein bereitgestellt werden. "Genaueres wissen wir selbst noch nicht", betonte der Kommandant und verwies auf laufende Haushaltsberatungen als Grundlage für einen neuen Organisationsplan.

Bürgermeister Peter Lang berichtete außerdem, dass mit dem im Sommer bevorstehenden Abschied von Oberstleutnant Michael Sullivan auch die US-Garnison ihre eigene militärische Führung verlieren wird. Sie wird künftig direkt dem Kommandeur der US-Garnison Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern, Oberst Bryan DeCoster, unterstellt sein.