Über acht Millionen für Schulen und Kitas

Zur Haushaltssanierung muss auch der Gebäudemanagementbetrieb seinen Beitrag leisten. Gleichzeitig soll er aber weiter in die Gebäude investieren. Da kommt ein Bundesförderprogramm gerade recht.

Der Gebäudemanagementbetrieb der Stadt Saarbrücken (GMS) investiert auch 2016 in die Instandhaltung, Sanierung und den Ausbau von Kindertagesstätten und Schulen. 8,3 Millionen Euro sind dafür vorgesehen, teilte Hans-Dieter Stroh, Abteilungsleiter Bauen und Erhalten, mit. Dabei hoffe der GMS auf Bundeszuschüsse von drei Millionen Euro .

Viel Geld fließt in die Ganztagsgrundschulen. Am Standort Dellengarten in Alt-Saarbrücken werden Aufträge in Höhe von 572 000 Euro für den zweiten Bauabschnitt vergeben. Diese Schule werde nach den Bauarbeiten auch barrierefrei sein. In die Grundschule Füllengarten in Burbach fließen 675 000 Euro für einen Anbau, in die Grundschule Scheidt rund 1,7 Millionen Euro . Weitere Ganztagsgrundschulen sind die Wiedheckschule in Brebach-Fechingen, die Kirchbergschule in Malstatt sowie die Grundschule auf dem Rastpfuhl.

In die Kita Rußhütte werden mit Hilfe eines Bundesförderprogramms 700 000 Euro investiert. In der Kita Eschberg werden weitere 160 000 Euro verbaut, sagte Stroh. Das sind nur zwei Beispiele von mehreren Kitas. Bei den Instandhaltungsmaßnahmen an den Grundschulen (GS) in den Bezirken Mitte, Halberg, West und Dudweiler gehe es zum Beispiel um neue Fenster, die Sanierung von Toiletten oder die Stromversorgung, sagte der Abteilungsleiter: Hier fließen zum Beispiel 140 000 Euro in die GS Dudweiler, 102 000 Euro in die GS Gersweiler und 80 000 Euro in die GS Weyersberg.

Bei der Finanzierung dieser Baumaßnahmen helfe dem GMS ein Bundesförderprogramm. Der Bund übernehme bis zu 90 Prozent der Kosten von Investitionen zur Energieeinsparung oder in die Barrierefreiheit, sagte Stroh. Hier kann der GMS mit Zuschüssen von rund neun Millionen Euro von 2015 bis 2018 rechnen.

Alle Investitionen 2016 kann der Eigenbetrieb finanzieren, ohne Kredite aufzunehmen, teilt der GMS mit. Das liege unter anderem an dem Verkauf von Wohnhäusern in der Innenstadt für zwei Millionen Euro an die Siedlung. Außerdem seien viele städtische Mitarbeiter aus Fremdimmobilien aus- und in Gebäude von GMS eingezogen. So sei es gelungen, dass GMS in den vergangenen Jahren rund 2,3 Millionen Euro zur Sanierung des Haushalts beitragen konnte. 2016 sollen rund 360 000 Euro dazukommen. Der GMS ist Eigentümer insbesondere von Schulen, Kitas und Turnhallen, und die Verwaltung bezahlt dafür eine Miete. Nach Investitionen steigt diese Miete. Allerdings verzichtet der GMS nach eigenen Angaben bis 2018 nach Sanierungen auf diese Mieterhöhung, weil ja viele Bundeszuschüsse fließen.

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HintergrundWeil der Gebäudemanagementbetrieb der Stadt Saarbrücken (GMS) Beiträge zur Sanierung des Haushalts leisten muss, sanken die Einnahmen von GMS laut Wirtschaftsplan 2015 um 2,3 Millionen auf 32,9 Millionen Euro . GMS will 2016 trotzdem eine "schwarze Null" schreiben. Der Stadtrat muss jährlich den Wirtschaftsplan genehmigen. sm