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TV Lebach baut nach starkem Beginn stark ab

Lebach. Ein Volleyball-Spiel geht über drei Gewinnsätze. Das mag eine Phrase sein, diese ist aber auch in der Frauen-Regionalliga gültig, wo ein, zwei starke Sätze nun einmal nicht ausreichen. ros

Der TV Lebach verpasste es am Sonntag im Heimspiel gegen den SSC Bad Vilbel, über längere Zeit eine gute Leistung abzuliefern. Der Tabellen-Sechste startete vor 60 Zuschauern mutig, knickte dann aber ein und verlor am Ende verdient mit 1:3 (25:10, 24:26, 15:25, 12:25). "Da war mehr für uns drin. Irgendwann haben sich die Ausfälle aber bemerkbar gemacht", sagte TVL-Trainer Philipp Betz.

Gegen den Liga-Dritten musste er auf Natalie Dier (private Gründe) und Alica Zimmer verzichten, die mit einer Außenband-Dehung vorsichtshalber pausierte. Doch auch ohne die Hauptangreiferin war Lebach zunächst überlegen. "Ihr habt nichts zu verlieren. Spielt frei auf", hatte Betz dem Team eingetrichtert - und er wurde erhört. Der Außenseiter machte mit seinen Angaben Druck, stand in der Annahme stabil und baute sein Spiel variabel auf. Bad Vilbel fand kein Gegenmittel, der erste Satz ging mit 25:10 im Schnelldurchgang an den TVL. Dann aber lief es zunehmend schlechter: "Im zweiten Satz kamen die Angaben nicht mehr so druckvoll, und es haben sich leichte Fehler eingeschlichen", meinte Betz. Zwar kam sein Team nach einem 7:14 wieder zurück und konnte später sogar zum 23:23 ausgleichen, der letzte Tick aber fehlte: "Wir waren dran, haben den Sack aber nicht zugemacht. Wenn wir diesen Satz geholt hätten, hätten wir auch das Spiel gewonnen", ist Betz überzeugt. Danach war die Sicherheit weg. "Unsere Annahme wurde auseinander geschossen", beschrieb der Trainer den Einbruch. Satz drei und vier gingen letztlich klar an die favorisierten Gäste.