Tierschützer suchen gutes Zuhause für zwei Chinchilla-Böckchen

Tierschützer suchen gutes Zuhause für zwei Chinchilla-Böckchen

Sie wurden ausgesetzt, schweren Herzens weggegeben oder waren nach dem Tode ihrer Besitzer unversorgt. Im Bertha-Bruch-Tierheim warten sie auf ein neues Zuhause. In unserer Serie „Wer will mich?“ stellen wir sie vor. Diesmal geht es um Chinchillas (Foto: Eva Fell) und was sie für ein gutes Leben brauchen.

Sie sind einfach unwiderstehlich. Drollig und außerordentlich gesellig wie Chinchillas nun einmal sind, erobern sie die Herzen im Nu. Aber vor einem übereilten Ja zu Chinchillas sei ausdrücklich gewarnt. Dabei sollte der Kauf von Chinchillas wohl überlegt sein. Die Kerlchen brauchen einiges, um sich bei uns wohlzufühlen. So dürfen sie auf keinen Fall allein leben.

Ein Tipp: gleichgeschlechtliche Gruppen verhindern eine ungewollte Vermehrung. Und was genauso wichtig ist: Chinchillas brauchen Platz. Ein Gehege für zwei Tiere sollte mindestens 1,50 Meter lang, 0,80 Meter breit und 1,50 Meter hoch sein. Eine zusätzliche Auslaufmöglichkeit ist unabdingbar. Noch mehr empfiehlt sich, den Minis stets ein geräumiges Kleintierhaus mit vielen Kletter- und Versteckmöglichkeiten zu bieten. Optimal ist für zwei Tiere eine Grundfläche von fünf Quadratmetern.

In Freiheit ernähren Chinchillas sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Blättern und Zweigen. Daher sollte Heu das Grundfutter für Chinchillas in der Obhut von Menschen sein. Hinzu kommen getrocknete Kräuter und Zweige mit Blättern. An frische Kräuter und Blätter müssen sich die Tiere langsam gewöhnen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden.

Name: Hektor (li.) und Hannibal Alter: beide Anfang 2011 geboren

Rasse: Chinchilla

Kastriert: nein

Gesundheit: gut

Besonderheiten: sollten zusammenbleiben.

Chinchillas vertragen frisches Gemüse und Obst nicht. Daher sollte hierauf verzichtet werden. All das müssen natürlich auch die neuen Besitzer von Hektor und Hannibal beherzigen. Diese beiden mussten ja ins Heim, weil ihre Vorbesitzer überfordert waren. Die Böckchen sind fit und sehr zutraulich. "Da sie nicht kastriert sind, sich sehr gut verstehen und wir sie dem Risiko einer Kastration nicht aussetzen wollen, werden sie nur zusammen vermittelt. Und zwar nicht zu weiblichen Chinchillas, da wir nicht wollen, dass unsere Tiere Nachwuchs zeugen", sagt Betreuerin Barbara Best.

Die neuen Besitzer sollten entweder Erfahrung mit Chinchillas haben oder sich vor der Anschaffung gut über deren Bedürfnisse informieren. Außer Hannibal und Hektor warten im Heim noch zwei Chinchilla-Damen schon lange auf ein neues Zuhause. Emma und Polly sollen zusammenbleiben.

Weitere Informationen täglich von 14 bis 17 Uhr (außer montags), Tel. (06 81) 5 35 30. Mehr über das Tierheim im Internet.

Tierheim-Saarbruecken.de