Theaterpädagogin: Ich will immer wieder neu dazulernen

Die Saison am Staatstheater ist mit Volldampf gestartet, und eine ganze Reihe Menschen vor und hinter den Kulissen ist neu dabei. Wir haben ihnen allen vier Fragen gestellt und präsentieren sie in loser Folge. Heute: Elisa Weiß, Theaterpädagogin für Schauspiel und Tanz.

Warum haben Sie sich für das Saarländische Staatstheater entschieden?

Elisa Weiß: Mein Eindruck war und ist, dass an diesem Haus ein echtes Interesse vorherrscht, Ereignisse und Entwicklungen, die unsere Gesellschaft bewegen, im Theater zur Disposition zu stellen und eine Auseinandersetzung darüber anzuregen. Theater als Ort des Dialogs ist mein Selbstverständnis als Theaterpädagogin. Außerdem habe ich hier die Möglichkeit, nicht nur Schauspiel , sondern auch Tanz zu vermitteln.

Was erhoffen Sie sich in Saarbrücken für Ihre künstlerische/berufliche Karriere?

Elisa Weiß: Immer wieder neu dazuzulernen.

Was macht die Arbeit hinter den Kulissen eines Theaters so besonders?

Elisa Weiß: Sich all dessen bewusst zu sein, was man der Vorstellung auf der Bühne nicht direkt ansieht: das Handwerk, die Technik, die Pressearbeit…

Schon was von der Stadt und den Saarbrückern mitgekriegt?

Elisa Weiß: Noch nicht so viel, nur: "Gott lenkt, der Saarländer schwenkt" - find ich schon mal sehr sympathisch. Auch dass man hier mehr draußen in Cafés sitzt und Leute schaut.

Zum Thema:

Zur PersonElisa Weiß studierte Ethnologie und Erziehungswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg . Im Anschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Theaterpädagogin an der Theaterwerkstatt Heidelberg. Von 2009 bis 2011 war sie am Kinder- und Jugendtheater Zwinger 3 in Heidelberg, von 2012 bis 2015 am Stadttheater Klagenfurt, sowie am Next Liberty in Graz/Österreich als Theaterpädagogin engagiert. Seit September 2015 leitet sie die Theaterpädagogik für Schauspiel und Tanz, sowie den Theaterspielclub Ü 18 am Saarländischen Staatstheater . red