Tausende kamen zum Gruseln ins Grüne

Auch Hexen, Geister, Zauberer, Werwölfe und andere Monster feiern gern bei schönem Wetter im Grünen. Also kamen sie am Sonntag in Scharen – rund 20 000 sollen es gewesen sein – zur Halloween-Party in den Deutsch-Französichen Garten, während zahlreiche andere Saarbrücker dort furchtlos spazieren gingen.

Im Deutsch-Französischen-Garten (DFG) war gestern monstermäßig was los. Zum einen war Kinder-Halloweenparty, und vor allem die kleinen Besucher kamen verkleidet. Zum anderen waren Himmel und Menschen unterwegs, Tausende kamen zu der Parkanlage. Auf den Zufahrten gab es ein stattliches Verkehrschaos, die Parkplätze reichten nicht aus. Viele nahmen lange Fußwege in Kauf, denn die Halloweenparty hat einen guten Ruf und zieht inzwischen Besucher aus nah und fern an.

Martin Deißler kam aus Bisten, mit Sohn David traf man ihn schon kurz nach der Eröffnung beim Monster-Basteln: "Wir kommen immer früh, aber trotzdem muss man Geduld mitbringen. Die Halloweenparty ist keine Eintagsfliege, die ist ein tolles Angebot", schwärmt der Papa, während sein Sohn aus Klopapierrollen ein Monster erschafft. Möglich macht das die Kunstschule "ARTgerechte Haltung" aus Peppenkum.

Thorsten Diehl bietet den Basteltag an: "Auch wenn die Leute Schlange stehen, nehmen wir uns für jedes Kind Zeit. Wenn die Kinder basteln, sollen sie das in Ruhe tun", sagt er und lässt sich gar nicht aus der Ruhe bringen.

Stürmisch geht es unterdessen auf der Strohburg zu. Wer dort hingeht, muss damit rechnen, sehr schnell mit Massen von Stroh beworfen zu werden. Den Kindern gefällt das. Es ist die Riesengaudi des Events. Lilou Müller aus Schöneck hüllt ihre Mama Laetitia in Stroh ein, beide sind als Hexen verkleidet: "Ich werde Kind und Auto saubermachen müssen. Aber es ist toll. Wir sind erstmals da, eine Freundin hat uns mitgenommen", sagt die junge Französin. Ramona Steinmann aus Saarlouis ist ganz grün. Die Mutter der sechsjährigen Chayenne hat sich selbst geschminkt: "Dann macht es den Kindern noch mehr Spaß", findet sie. Als erprobte Karnevalistin hat sie mit Verkleidungen keine Probleme und genießt den Tumult.

Einen Riesengaudi gab's in der Strohburg.
Chayenne (l.) und Ramona Steinmann.
Als Wolf kam Lewis Hippchen.

Lewis Hippchen aus Bischmisheim trägt eine Wolfsmaske, Paul Treyer ein Dinokostüm, daneben gibt es Hexen , Gespenster und Legomännchen. Die Stadt Saarbrücken als Veranstalter hat ins Schwarze getroffen, die Besucherresonanz war stattlich. Da das Angebot keinen Eintritt kostet, werden die Besucher nicht genau gezählt. Aber bis zum Abendfeuer dürften es 20 000 gewesen sein.

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