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Tanz setzt ein Zeichen: Schluss mit Gewalt gegen Frauen

 Astrid Hilt, die Organisatorin von „One Billion Rising“, tanzte mit anderen am Freitag für ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Foto: Thorsten Wolf
Astrid Hilt, die Organisatorin von „One Billion Rising“, tanzte mit anderen am Freitag für ein Ende der Gewalt gegen Frauen. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg/Limbach. „Wir wollen uns gemeinsam erheben und ein Ende der Gewalt gegen Frauen erreichen.“ So fasste Astrid Hilt, die Homburger Organisatorin des Aktionstags „One Billion Rising“ die zentrale Botschaft des Tages zusammen. thw

Er ist ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen, der weltweite Aktionstag "One Billion Rising" am 14. Februar, dem Valentinstag. 2012 ins Leben gerufen von der New Yorker Künstlerin Eve Ensler, wurde am Freitag wieder weltweit für Solidarität und gemeinsame Kraft getanzt, am Nachmittag auch in Homburg auf dem Christian-Weber-Platz und zuvor schon am Morgen an der Gemeinschaftsschule in Limbach.

Die zentrale Botschaft des weltweiten Aktionstags fasste Astrid Hilt, die Organisatorin von "One Billion Rising" in Homburg, so zusammen: "Wir wollen uns gemeinsam erheben und ein Ende der Gewalt gegen Frauen erreichen." Kann da öffentliches Tanzen wirklich Wirkung zeigen? Diese Frage bejahte Astrid Hilt am Freitag nachdrücklich. Es habe sich schon viel bewegt in der noch recht jungen Geschichte des weltweiten Aktionstages am 14. Februar. "Die Botschaft kommt bei den Menschen an und es gibt ganz viele, die sich mit der Aktion solidarisieren." So sei es inzwischen auch gelungen, die Politik für dieses Thema zu sensibilisieren. "Die Frauen haben sich Jahre lang beschwert. Und jetzt bewegt sich etwas."

Als Beispiel nannte Hilt dabei auch das Engagement von Bundesjustizminister Heiko Maas, der sich öffentlich mit der Aktion solidarisiert habe. "Und das ist erst der Anfang", war sich Astrid Hilt gestern sicher. "Der Kontakt ist endlich da." Und wenn man diesen Kontakt zur Politik nun habe, dann bestehe jetzt auch die Chance, die gemeimsamen Forderungen der Aktion "One Billion Rising" und weiterer zehn großer Frauenorganisationen umzusetzen.

Eine Stärke der Tanzaktion sei dabei die Idee der Lokalisierung - so wie am Freitag in Homburg und Limbach. Hilt: "Die Botschaft kommt dort bei den Menschen an, wo sie leben. Wenn hier heute die Mädchen der Homburger Narrenzunft mit Eifer und Überzeugung tanzen, dann ist das einfach schön."

Dass, dem Wetter geschuldet, nur rund 50 Mädchen und Frauen stellvertretend für das Recht auf körperliche und seelische Unversehrheit tanzten, tat aus Sicht von Astrid Hilt der Aktionen keinen Schaden. "Es ist wirklich schön heute und ich bin sehr zufrieden. Die Sache ist nämlich, dass bei einem solchen Wetter wirklich die kommen, die sich dafür interessieren - und nicht die, die einfach nur ein bisschen amüsiert werden wollen."