Tag der offenen Tür: Wie die Saar-Uni Neugier aufs Studieren weckt

Tag der offenen Tür: Wie die Saar-Uni Neugier aufs Studieren weckt

Den Gästen zeigen, was die Universität des Saarlandes alles zu bieten hat – das ist einmal jährlich am Tag der offenen Tür möglich. Rund 250 Veranstaltungen gab es verteilt auf dem gesamten Uni-Gelände.

Sparmaßnahmen, Sanierungsstau, Streichung von Studienfächern - die Problem-Liste der Universität des Saarlandes ist lang. Doch am Samstag waren alle Sorgen für ein paar Stunden vergessen. Beim Tag der offenen Tür verfolgten die Studenten , Dozenten und Professoren vor allem ein Ziel: Sie wollten zeigen, was ihre Uni zu bieten hat. Pressesprecherin Friederike Meyer zu Tittingdorf sagte: "Die Besucher sollen sehen, dass es Spaß macht zu studieren."

Davon konnten sie sich etwa im Physik-Tower überzeugen. Passend zum diesjährigen internationalen Jahr des Lichts führten die Studenten dort viele Experimente zum Thema durch. Beispielsweise verschlüsselte Richard Nelz Daten mit Hilfe von Lichtteilchen . Das hatte sich die Gymnasiastin Anna Lemsch genauer angesehen. Sie geht in die elfte Klasse, war mit ihren Eltern zum Tag der offenen Tür gekommen und wollte sich über den Studiengang Chemie informieren. "Wir werden gleich zu den Mitmach-Experimenten ins Labor gehen", erzählt sie. Christoph Müller hingegen studiert schon an der Saar-Uni. Er führte seine Großeltern über den Campus. "Wir haben schon einiges gesehen. Zuerst waren wir im Botanischen Garten, dann sind wir zum Campus-Center gegangen und anschließend mit der Bimmelbahn zur Informatik gefahren", berichtete er.

Rund 250 Veranstaltungen gab es verteilt über das gesamte Uni-Gelände, vom Geschichts-Quiz über Mensa-Führungen bis hin zu Sprachkursen. Auf dem Rasenplatz konnten die Besucher trainieren wie Profis. "Wir führen hier Tests durch, die sonst mit Leistungssportlern gemacht werden", erläuterte der Sportmediziner Professor Tim Meyer, der auch Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist: "Man kann bei einem Sprungtest mitmachen und seine Schnelligkeit auf einer Sprintstrecke und beim Richtungswechsel-Sprint messen lassen." Auch ein Ausdauertest sei anfänglich geplant gewesen, ob der hohen Temperaturen aber gestrichen worden. "Das war die einzige Auswirkung, die die Hitze auf das Fest hatte", sagte Meyer zu Tittingdorf. Es seien etwa so viele Besucher gekommen wie im Vorjahr - rund 10 000. Und auch sonst war sie mit dem Tag der offenen Tür zufrieden. "In Zeiten der Spardiskussion konnten wir zeigen, was die Universität für das Saarland bedeutet."