SZ-Umfrage: Lieber weniger Personal als höhere Steuern

Eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und der Erbschaftssteuer, eine Vermögenssteuer und eine einmalige Vermögensabgabe – das sind für den Personalrat der Saarbrücker Stadtverwaltung die Alternativen zum Personalabbau in der Verwaltung. Die Mehrheit der SZ-Leser, die an unserer Online-Umfrage teilnahmen, sieht das anders.

Die Saarbrücker Stadtverwaltung solle bei den Häuptlingen sparen, nicht bei den Indianern, also Führungspersonal abbauen. Das haben Leser, die sich an der nicht repräsentativen Umfrage des SZ-Umfragecenters beteiligt haben, angemerkt. Vorgeschlagen wurde auch, den Fahradbeauftragten einzusparen und die Zusammenarbeit mit dem Regionalverband so zu verbessern, dass weniger Personal gebraucht wird.

Fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer widerspricht dem Personalrat der Stadtverwaltung. Die Landeshauptstadt Saarbrücken habe - wie viele Kommunen - kein Ausgabe-, sondern ein Einnahmeproblem. Diese Position vertritt der Personalrat seit Jahren. Seine Schlussfolgerung: Die Stadt darf nicht bei den Personalausgaben sparen, sie muss mehr Geld in die Kasse kriegen.

Teilnehmer der SZ-Umfrage raten dagegen, vor allem für Bauprojekte weniger Geld auszugeben. So solle zum Beispiel kein Geld mehr für die Planung eines Stadtautobahntunnels ausgegeben werden. Auch die Pontonbrücke am Osthafen und die neue Brücke an der Congresshalle halten einige der Befragten für überflüssig. Zu mehr Geld in der Kasse komme es auch, wenn man Politiker für Fehlentscheidungen haftbar machen könne.

SZ-Umfrage-Center: Es gibt viele Themen, die die Saarländer bewegen und die intensiv diskutiert werden. Damit die Meinung der Leser in Zukunft noch größere Beachtung findet, hat die Saarbrücker Zeitung ihr Umfrage-Center neu gestaltet. Wer da mitmachen möchte, muss sich einmalig registrieren. Und wer schon an Befragungen unter sz-umfrage.de teilgenommen hat, kann seine Login-Daten weiter nutzen. Umfrage-Teilnehmer werden mit Punkten belohnt. Ab 20 Punkten können diese in Amazon.de-Einkaufsgutscheine umgewandelt und dann beim nächsten Einkauf im virtuellen Kaufhaus eingesetzt werden.