SZ-Telefondoktor klärt über Mangel an Vitamin D auf

Der SZ-Telefondoktor beantwortete Fragen zum Thema Vitamin- D-Mangel. Wie erkennt man den Vitamin-D-Mangel, was kann man dagegen tun? Wir drucken einen Auszug aus einer Beratung.

Anruferin (72): Wie kann ich feststellen, ob ich einen Vitamin-D-Mangel habe, und was sollte ich dann tun?

Telefon-Doktor: Wer genau wissen will, ob der Körper ausreichend mit Vitamin D versorgt ist, sollte eine Vitamin-D-Spiegel-Bestimmung durchführen lassen. Ältere Personen über 70 Jahre, dunkelhäutige Personen, Menschen mit sonnenempfindlicher Haut,die regelmäßig Sonnencreme benutzen, Menschen mit Ganzkörperbedeckung und Menschen mit starkem Übergewicht gehören unter anderen zu den Risikogruppen.

Über die Ernährung allein kann der Vitamin-D-Bedarf nur zu zehn bis 20 Prozent abgedeckt werden. Fischgerichte mit Wildlachs, Sardinen, Heringe, Scholle, Forelle oder Aal in einer Portion von 150 Gramm zweimal pro Woche bringen eine Zufuhr von circa 400 Einheiten Vitamin D pro Tag. Die übrigen 80-90 Prozent des Vitamin-D-Bedarfs lassen sich nur unter günstigen Bedingungen durch Vitamin-D-Bildung in der Haut sicherstellen. Nämlich dann, wenn eine ungestörte und ausreichend lange UV-Bestrahlung der Haut bei Sonnenschein möglich ist. Angesichts der Sonnenscheindauer in Deutschland ist durchschnittlich nur eine Vitamin-D-Versorgung von weiteren 400 Einheiten möglich, denn schon bei bewölktem Himmel ist die Vitamin-D-Produktion auf die Hälfte reduziert. Deshalb ist eine ergänzende medikamentöse Vitamin-D-Zufuhr medizinisch zu empfehlen, etwa während der Sommermonate mindestens 1000 Einheiten und während der Wintermonate mindestens 2000 Einheiten Vitamin-D. Wenn Sie weitere Fragen zur medikamentösen Vitamin-D-Zufuhr haben, fragen Sie ihren Arzt.

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