SZ-Ältestenrat will Aufzug im Parkhaus

Das Parkhaus am Rathaus sollte einen Fahrstuhl haben – meint der SZ-Ältestenrat. Die Betreiberfirma Q-Park sagt: Den müsste die Stadt bauen. Die Stadt sagt: Das ist Sache von Q-Park.

Im Parkhaus in der Gerberstraße beim Rathaus St. Johann gibt es 563 Plätze, einen Regenschirm-Verleih und einen Alkohol-Tester. Einen Fahrstuhl gibt es in dem dreistöckigen Bau nicht. Dies kritisiert der Ältestenrat der SZ. Alte und gehbehinderte Menschen, aber auch Familien mit Kleinkindern und Kinderwagen könnten das Parkdeck so nur schwer erreichen.

Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist Eigentümerin des Parkhauses. Die private Gesellschaft Q-Park betreibt das Gebäude für die Stadt seit 14 Jahren.

Für bauliche Veränderungen ist nach Angaben von Peggy Lange, Sales- und Marketingmanagerin bei Q-Park, aber die Stadt zuständig. Platz für einen Aufzug gebe es außerdem weder in den Treppenhäusern noch außen auf dem Bürgersteig. Auch müsse bei solchen Umbauten die Statik des gesamten Gebäudes verstärkt werden. Jedoch: "Im Nachhinein ist die Umrüstung eines bestehenden Objektes nahezu unmöglich", so Lange.

Der Sprecher der Stadt Saarbrücken, Thomas Blug, zeigt sich verwundert über Langes Antwort: "Q-Park ist Pächterin des Parkhauses und für den Betrieb und die ordnungsgemäße Bewirtschaftung zuständig. Modernisierungen muss Q-Park selbst übernehmen und tragen." Das sei vertraglich so vereinbart.

Drei der 563 Parkplätze im Parkhaus am Rathaus sind Behindertenparkplätze, Familienparkplätze gibt es nicht. Lange verweist darauf, dass das Parkhaus am Saarbrücker Hauptbahnhof genauso aufgestellt sei. Q-Park betreibt auch dieses Parkhaus.

Lange bleibt dabei, dass der Einbau von Fahrstühlen im Parkhaus am Rathaus weit über eine Modernisierung hinausgehe: "Es würde sich um einen kompletten Umbau des Parkhauses handeln. Dies dürfen und wollen wir nicht eigenständig umsetzen."