Stütze des Sports verlässt das Rathaus

Saarbrücken. Das Telefon klingelte bis zur allerletzten Dienstminute. Denn als Leiter des städtischen Sport- und Bäderamtes sah sich Charly Mai als Ansprechpartner für die vielen Saarbrücker Sportvereine. Egal, ob es zuletzt darum ging, einen Braschenplatz mit Kunstrasen zu versehen. Oder einen Naturrasenplatz für einen neuen Rubgy-Club zu finden

Saarbrücken. Das Telefon klingelte bis zur allerletzten Dienstminute. Denn als Leiter des städtischen Sport- und Bäderamtes sah sich Charly Mai als Ansprechpartner für die vielen Saarbrücker Sportvereine.

Egal, ob es zuletzt darum ging, einen Braschenplatz mit Kunstrasen zu versehen. Oder einen Naturrasenplatz für einen neuen Rubgy-Club zu finden. Auch für Vereine, die Hallenzeiten für ihr Übungsangebot brauchten, war Mai stets der richtige Ansprechpartner. Doch am Donnerstag nahm Mai seine persönlichen Dinge aus seinem Büro mit.

Er hängte sein gerahmtes FCS-Trikot mit seinem Namen und der Rückennummer 60 ebenso von der Wand wie die Tennis-Gemälde. Er sammelte Pokale, Maskottchen und alle übrigen Andenken ein. Denn am Donnerstag begann die "Freizeitphase" seiner Altersteilzeit. "38 Jahre und acht Monate stand ich im Dienst der Stadt Saarbrücken", so Mai. 18 Jahre Jugendamt und 20 Jahre Sportamt. "Die Zeit als Jugendpfleger war meine kreativste Zeit: Ich habe Studienreisen nach Paris, Prag, Warschau und Budapest organisiert, außerdem habe ich zum Beispiel Insterburg und Co. und Hannes Wader in die Congresshalle geholt." Auch beim Sportamt hat ihn die Kunst verfolgt, so hat er die großen Open-Airs im Ludwigspark mitgeplant: Mit Westernhagen, den Kellys, Maffay und Grönemeyer. "Mein Ziel war es, die Infrastruktur im Saarbrücker Sport zu verbessern", erklärt er. So konnten in seiner Amtszeit auch viele Sportplätze mit Natur- oder Kunstrasen versehen werden, sanitäre Anlagen und Umkleiden in Sportanlagen erneuert werden. Das war nicht immer leicht, denn Entscheidungen des Stadtrates erschwerten ihm die Arbeit.

Mai meint: "Für den Sport war es nicht positiv, dass die Sporthallen zum Gebäudemanagementbetrieb kamen." Oder: "Das Bäderpersonal läuft über uns, die Betriebsführung über die Bäderbetriebsgesellschaft." Einen Nachfolger hätte Mai gern schon eingearbeitet - doch diese Personalie sei offenbar noch offen, sagt Mai. Zur Ruhe setzen wird sich der 63-Jährige nicht: Er spielt weiter Tennis und Golf.

Auch dem FCS will er als Leiter der Sicherheitsabteilung treu bleiben, dem Sicherheitsausschuss des Saarländischen Fußballverbandes ebenso. "Die Zeit als Jugendpfleger war meine kreativste Zeit."

Charly Mai

 Charly Mai hat jetzt Zeit für seine Hobbies Tennis und Golf. Foto: al
Charly Mai hat jetzt Zeit für seine Hobbies Tennis und Golf. Foto: al