Stimmung bis zum letzten Schunkler

Unter dem Motto „Charleston – ein Abstecher in die 1920er Jahre“ feierten die Narren in der Büschfelder Schlossberg-Narrhalla. Nicht ganz mottogetreu, dafür aber ein echter Kracher war das Männerballett, das zu bayrischen Klängen über die Bühne wirbelte.

Zur traditionellen Narrenschau hatte der Karnevalsverein "De Nawwel der Welt" eingeladen. Und diese war in der proppenvollen Schlossberg-Narhalla wiederum eine rundum gelungene Parade der Narretei mit einem bunt gemixten Programm, das alle Besucher bis zum letzten Schunkler unter Spannung und in Atem hielt. Die Elferratspräsidentin Stefanie Kläser und ihr Partner Christian Weber, der närrische Thronadel, Prinzessin Marie I., übrigens zum zweiten Mal in Folge auf dem Narrenthron, und Prinz Benedikt I. sowie Kinderprinzenpaar Hannah I. und Jonas I., führten ihr Narrenvolk souverän und mit viel Humor und Witzen durch die Sitzung. Vor einer neuen Kulisse und in neue Kleider gehüllt wurde dem Motto "Charleston - ein Abstecher in die 1920er Jahre" gefrönt. Mit Mimik, Gestik und Witz überzeugten die Büttenredner, derweil die Garden und Showtanzgruppen mit über 100 Tänzerinnen und Tänzern über die Narrenbühne wirbelten.

Die Kindergarde eröffnete das mit vielen Höhepunkten gespickte Programm. Die Funkenmariechen Chiara Argento und Ronja Tuch flogen mit Anmut und Eleganz über die Bühne und zeigten viele akrobatische Elemente. Auch die Mitglieder der Jugend- und der Prinzengarde schwangen gekonnt die Beine. Das Tanzpaar Chiara Argento und Robin Geibel, die zum ersten Mal auf der Bühne standen, boten einen gefühlvollen Tanz, der sich rund um das Thema Liebe drehte.

Schon routiniert wie die Profis stiegen Celine Bernarding, Noah Cariers und Jonas Jahnke, alle erst zehn Jahre alt, erstmals in die Bütt und erzählten aus ihrem ach so stressigen Pennälerleben.

"So unnütz wie Unkraut, wie Fliegen und Mücken. So lästig wie Kopfweh und Ziehen im Rücken. So störend wie Bauchweh und stets ein Tyrann, das ist dieser Halbmensch, sein Name ist Mann", ließ eine Männerfeindin und emanzipierte Frau kein gutes Haar an der Männerwelt.

Um die typischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen und die alltäglichen Quälereien untereinander ging es im Tanz der Freakshow.

Ein bisschen Kultur mit Mutter und Vater: Gabriel Hausen hatte viel zu erzählen nach dem Besuch im Theater. Mit grandiosen schauspielerischen Einlagen brachte das Nachwuchstalent aus Wadern die Schlossberghalle zum Beben. Der Elferrat präsentierte die wahren Geschichten vom Rotkäppchen und Aschenputtel und zeigte, dass man nicht alles glauben kann, was in Märchenbüchern steht.

Fritzchen und Ilse, zwei Urgesteine in der Bütt, erzählten von ihren Schandtaten auf der Urlaubsreise. Ein weiterer Höhepunkt war der Showtanz der exotischen Vögel. "Rock the Guitar" hieß es bei den Mädels der Showtanzgruppe. Auch das legendäre Männerballett zeigte einen Gardetanz der besonderen Art. Zu bayrischen Klängen fegten die Herren mit strammen Wadln und im feschen Dirndl über die Bühne und brachten ihr Holz vor der Hütte ordentlich in Schwung.

Zum Thema:

AUF EINEN BLICK Mitwirkende: Elferratspräsidenten Stefanie Kläser und Christian Weber mit Sarah Fontaine, Melanie Felden, Anja Schönherr, Tino Bernarding, Tino Geibel, Christof Krämer, Beate Fuchs, Beate Kläser und Heike Michely; Thronadel Prinzessin Marie I. und Prinz Benedikt I. sowie Kinderprinzenpaar Hannah I. und Jonas I. Büttenredner und Showacts: Celine Bernading, Noah Cariers, Jonas Jahnke, Beate Fuchs, Gabriel Hausen, Nina Gräsel, Christian Weber. Funkenmariechen Ronja Tuch und Chiara Argento mit Tanzpartner Robin Geibel. Tänze: Kindergarde, Jugendgarde, Prinzengarde, Showtanz Vögel, Freakshow Typisch Mann, typisch Frau; Rock the Guitar, Männerballett Stramme Wadln. Trainerinnen: Sarah Fontaine, Katharina Kuhn, Nadine Venhuis, Stefanie Kläser, Claudia Cariers, Nina Clemens, Eva Schneider, Damaris Schumacher, Denise Janke und Sara Klein-Schmitt. eb

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