Starthilfe für junge Menschen aus aller Welt

Unter dem Motto „Wir leben Europa“ arbeitet die Asko Europa-Stiftung an dem Aufbau eines gemeinschaftlichen Europas. Sie setzt dabei auf internationale Begegnungen, Seminare und Diskussionsforen.

. Wie sieht Europa in 30 Jahren aus? Welche Probleme kommen da auf uns zu? Und wie können wir bereits jetzt Maßnahmen treffen, um sie zu bewältigen? Mit diesen Fragen müsse man sich beschäftigen, um die nachfolgenden Generationen nicht vor unlösbare Aufgaben zu stellen. Genau das mache die "Asko Europa-Stiftung", die dieses Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, so die Stiftung.

Klaus-Peter Beck, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, sieht ein wesentliches Ziel seiner Arbeit darin, "den Gesellschaften zu zeigen, dass man in Europa nur gemeinsam etwas erreichen kann, da Probleme, wie beispielsweise die aktuelle Flüchtlingslage, nicht von den Ländern alleine bewältigt werden können". Um die Menschen zum Handeln zu bewegen, organisiert die Stiftung unterschiedliche Veranstaltungen wie Diskussionsforen, internationale Bildungsseminare oder deutsch-französische Zukunftswerkstätten. In den vergangenen 25 Jahren investierte sie dafür insgesamt 22 Millionen Euro.

Zusammen mit der Stiftung "Forum für Verantwortung" und der Europäischen Akademie Otzenhausen (EAO) ist die Asko Europa-Stiftung seit 2007 außerdem Träger der Bildungsinitiative "Mut zur Nachhaltigkeit", die sich für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt einsetzt.

Ebenfalls seit 2007 gehört die Stiftung zum Verbund "Partner für Europa", in dem Projekte realisiert werden, die die Idee einer gesellschaftlichen Zusammenarbeit in Europa stärken soll.

Internationale Begegnungen, wie sie an der EAO stattfinden, sind der 1990 gegründeten Stiftung besonders wichtig. "Wir wollen junge Leute zusammenzubringen und Begegnungen ohne Grenzen ermöglichen", sagt Beck. Das Angebot internationaler Studienprogramme ist somit in den vergangenen zehn Jahren von einem auf 23 gestiegen und wird heute von Teilnehmern aus insgesamt 22 Nationen genutzt. Darunter befinden sich Länder wie die USA, Japan, Australien, Israel oder Russland.

Auch regional zeigt die Asko Europa-Stiftung Engagement. So koordiniert sie seit 2006 gemeinsam mit dem saarländischen Bildungsministerium das Programm "Start Saar", das bereits 31 Stipendien an Schüler mit Migrationshintergrund vergab.

Um langfristig die Stiftungsaktivitäten zu sichern und zu erweitern, erfolgte dieses Jahr die Zusammenlegung mit der Stiftung "Europrofession". So habe man vermeiden wollen, dass die Stiftungsarbeit durch finanzielle Einschnitte eingeschränkt werde. "Wir wollen die Struktur unser jetztigen Arbeit weiterentwickeln und versuchen, dabei immer auf Höhe der Zeit zu sein", erklärt Beck mit Blick in die Zukunft.