Stadtverwaltung will Behinderten den Weg frei machen

Saarbrücken. Obwohl sich die gegenwärtige Stadtverwaltung konsequent darum bemüht, Saarbrücken barrierefrei zu gestalten, kann sie doch die Fehler ihrer Vorgänger nur nach und nach korrigieren - das erläuterten jetzt Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer und Sozialdezernent Harald Schindel in einer Mitteilung der Stadtpressestelle

Saarbrücken. Obwohl sich die gegenwärtige Stadtverwaltung konsequent darum bemüht, Saarbrücken barrierefrei zu gestalten, kann sie doch die Fehler ihrer Vorgänger nur nach und nach korrigieren - das erläuterten jetzt Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer und Sozialdezernent Harald Schindel in einer Mitteilung der Stadtpressestelle.Darin heißt es weiter: Saarbrücken habe 1989 als erste saarländische Stadt und als eine der ersten Städte bundesweit einen Behindertenbeirat ins Leben gerufen. Um die Gleichstellung von Menschen mit Handicap zu verwirklichen, habe die Stadt im Juli 2006 zudem mehrere Behindertenbeauftragte benannt. Dabei handele es sich um Mitglieder des Behindertenbeirates, die in ihrer Funktion als Behindertenbeauftragte verschiedenen Bezirken zugeordnet seien. Zudem gebe es innerhalb der Verwaltung einen Schwerbehindertenbeauftragten, der bei der Planung von Bau- und der Instandhaltungsarbeiten einbezogen werde.

Grundsätzlich - so versichert die Stadt-Pressestelle - würden der Behindertenbeirat sowie der Schwerbehindertenbeauftragte ab Beginn der Planungsphase von Projekten, die das Thema Barrierefreiheit betreffen einbezogen. Bei Neubauten des städtischen Gebäudemanagementbetriebs (GMS) würden barrierefreie Zugänge bereits in der Planung berücksichtigt. Auch bei Umbauten bestehender Gebäude würden - wo es möglich ist - barrierefreie Zugänge und WC-Anlagen geschaffen. Als Beispiele nennt die Stadt-Pressestelle den Erweiterungsbau der Grundschule St. Arnual sowie den Umbau des ehemaligen Rathauses in Gersweiler, wo die Stadt nachträglich einen Aufzug baue, damit körperlich eingeschränkte Menschen die Veranstaltungsräume der Arbeiterwohlfahrt (Awo) besser erreichen könnten. Die Umbauplanung des BauService-Büros in der Gerberstraße sehe ebenfalls einen barrierefreien Zugang vor.

Weiter erläutert die Stadt-Pressestelle: Von den Saarbrücker Grundschulen habe die Stadt inzwischen sechs Gebäude mit einer Ausstattung für mobilitätseingeschränkte Schülerinnen und Schüler ausgestattet. Drei Grundschulen verfügten zudem über sogenannte Akustikdecken für hörbehinderte Menschen. An drei weiteren Schulen sei der Einbau solcher Decken geplant.

Auch das Stadtplanungsamt treffe sich regelmäßig mit Mitgliedern des Behindertenbeirates - in der Regel im Abstand von drei Monaten. Bei den Besprechungen gehe es zum Beispiel um die weitere Umsetzung der Barrierefreiheit und Fragen wie "Wo und wie müssen Leitstreifen für Blinde angeordnet werden?" oder "Wie werden barrierefreie Wegeführungen gestaltet?".

Dazu gebe es auch Ortsbegehungen. Die Ergebnisse würden dann in die Planung und den Bau einfließen. So würden zum Beispiel an der Berliner Promenade Aufzüge zur Verbindung von Uferzone und Promenadensteg gebaut.

In der Kaltenbachstraße am St. Johanner Markt sei eine behindertengerechte WC-Anlage für rund 70 000 Euro gebaut worden. im Kopfbau an der Berliner Promenade stehe bereits der Rohbau einer solchen Anlage, und für den Rabbiner-Rülf-Platz sei ebenfalls eine solche Anlage vorgesehen.

Bei der Planung von Bauarbeiten - so versichert die Stadt-Pressestelle - achte die Stadt auf die unterschiedlichsten Aspekte von Barrierefreiheit. Dazu zählten auch entsprechende Parkplätze. Ein Beispiel sei der Umbau im Bereich Sulzbach- und Futterstraße, wo in engem Kontakt zu den Behindertenbeauftragten mehrere Behindertenparkplätze ausgewiesen worden seien. Auch im Rahmen des Umbaus von Berliner Promenade, Uferzone und Rabbiner-Rülf-Platz seien Behindertenparkplätze in ausreichender Zahl geplant. red

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