Stadt will den Grünschnitt weiter selbst entsorgen

Der Entwurf zur Reform des Gesetzes des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) sieht nach Angaben der Stadtpressestelle vor, dass der EVS die Entsorgung des Grünschnitts zentral organisieren soll. Die Stadt Saarbrücken ist aber der Ansicht, dass die Kommunen das auch weiter selbst erledigen sollten, sofern dies für sie billiger ist.

Auch Kooperationen mehrerer Kommunen sollten möglich sein, wenn sich dies für die beteiligten Städte rechne. Bürgermeister Ralf Latz: "Saarbrücken ist bei der Verwertung und Entsorgung von Grünschnitt durch den städtischen Eigenbetrieb ZKE hervorragend aufgestellt und arbeitet effektiv und wirtschaftlich. Wenn eine landesweite Zentralisierung dieser Aufgabe zu höheren Kosten führt, so wäre dies angesichts der Haushaltslage nicht akzeptabel."

Thomas Kruse, langjähriger Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion im Werksausschuss ZKE, kritisiert den Gesetzentwurf scharf: "Die geplante Verlagerung der Zuständigkeit für die Grünschnittentsorgung von den Kommunen auf den EVS macht keinen Sinn. Wir haben mit unserer Kompostieranlage in Gersweiler sowie mit langjährigen Partnern hervorragende Erfahrungen gemacht. Der Grünschnitt wird kostengünstig und zuverlässig in Eigenregie entsorgt. Es wäre töricht, diese gut funktionierenden Strukturen zu zerstören und durch ein teureres neues System zu ersetzen." Die SPD-Fraktion unterstütze deshalb entschieden die Position der Stadtverwaltung und des kommunalen Entsorgungsbetriebs ZKE, der sich früh dagegen ausgesprochen habe, die Zuständigkeit auf den EVS zu übertragen.