Stadt weiht neue Kita in Malstatt ein

Die zwei Etagen der Kindertagesstätte Kirchberg werden bald 105 Kinder nutzen. Gestern weihte Oberbürgermeisterin Britz die Kita ein. Baubeginn war im Oktober 2011, die Kosten teilen sich Stadt Saarbrücken, Regionalverband, Land und Bund.

Noch sind es nicht viele Kinder, die ihre Gäste in der neuen Kindertagesstätte Kirchberg mit einem Ständchen begrüßen. Gestern sangen bei der Einweihung ihrer Kita gerade einmal elf Jungs und Mädchen vor Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) und zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung ihr Lied "Wir werden größer, jeden Tag ein Stück". Dazu kommen noch einmal fünf Krippenkinder, die aber nicht bei der Einweihung dabei waren. Bald aber wird sich der Kindergarten füllen: Schon zum 1. Juli wird die Warteliste, auf der laut Kita-Leiterin Stefanie Weirich derzeit 73 Kinder stehen, abgearbeitet, dann wird der nächste Schwung Kinder behutsam an diesen neuen Lebensabschnitt herangeführt.

Seit Oktober 2011 wurde an der neuen Kita auf dem Kirchberggelände gebaut. Bund und Land haben den Bau der Kita in Malstatt, einem der kinderreichsten Saarbrücker Stadtteile, mit dem Krippenausbauprogramm gefördert. Die Gesamtkosten der Kita einschließlich Gelände und Innenausstattung belaufen sich auf etwa 3,3 Millionen Euro. Auch die Stadt und der Regionalverband beteiligen sich an den Kosten. Die Kita bietet Platz für 105 Kinder in drei Krippen- und drei Kindergartengruppen. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 1200 Quadratmetern auf zwei Etagen. Vertreter des Amtes für Kinder, Bildung und Kultur sowie erfahrene Kindergartenleiterinnen hatten den Krippenausbau mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten mitentwickelt. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz sagte: "Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Der Ausbau qualitativ hochwertiger Betreuungsmöglichkeiten ist für mich ein unverzichtbarer Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit. Zudem sind sie Grundvoraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels seien gute Bildungsangebote zudem ein Standortvorteil. Im Rahmen ihres Krippenausbauprogramms werde die Stadt bis 2014 in städtischen Einrichtungen insgesamt 270 neue Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen haben. In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es: "Die neue Kita zeichnet sich durch ihre klare Struktur und helle Gruppenräume aus." Jede Gruppe verfügt demnach über ihren eigenen Wickel- oder Waschraum und einen zugeteilten Förder- oder Schlafraum. Außer den Gruppen- und Nebenräumen befinden sich in der Einrichtung ein Mehrzweckraum mit angegliedertem Sozialraum sowie eine Küche mit einem Kinderkochbereich. Der Neubau ist durch den Fahrstuhl ins Obergeschoss durchweg barrierefrei. Die Lüftungsanlage, die höhere Dämmstärke und das Fernwärmenetz sollen zu niedrigen Energiekosten führen.