Stadt verschiebt den Kauf der Saarmesse

Saarbrücken. Die Entscheidung über die Zukunft der Saarmesse ist - wie bereits kurz gemeldet - vertagt. Ursprünglich wollte die Verwaltung dem Stadtrat im Dezember einen Kaufvertrag zur Entscheidung vorlegen. Doch daraus wird nichts

Saarbrücken. Die Entscheidung über die Zukunft der Saarmesse ist - wie bereits kurz gemeldet - vertagt. Ursprünglich wollte die Verwaltung dem Stadtrat im Dezember einen Kaufvertrag zur Entscheidung vorlegen. Doch daraus wird nichts. Bürgermeister Ralf Latz (SPD) nennt dafür zwei Gründe: Erstens liege der Bericht eines Wirtschaftsprüfers noch nicht vor, der sich die Saarmesse-Verträge genau angesehen habe. Außerdem treffen sich Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) am 19. Dezember, um unter anderem über die Zukunft der Saarmesse zu reden. Rund sieben Millionen Euro ist die Stadt bereit, für die Saarmesse-Gesellschaft hinzulegen. Die Schulden muss die Gesellschaft nicht vor Mitte 2012 an die Stadt zahlen. Das hat der Saarbrücker Stadtrat im nicht öffentlichen Teil beschlossen. Alle Messen können also wie geplant stattfinden. Der Stadtrat hatte die Verwaltung im Sommer ermächtigt, auf Grundlage des vorgeschlagenen Kaufpreises den Kaufvertrag auszuhandeln. Weil das jetzt nicht klappt, wird auch die Frage verschoben, ob die Messe am Schanzenberg bleibt oder das Messe- und Kongressgeschäft rund um die Congresshalle konzentriert wird. Letzteres haben zwei Gutachter empfohlen. Latz lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium. Er hofft, das Spitzengespräch zwischen Kramp-Karrenbauer und Britz werde wichtige Fortschritte bringen und schlug eine Arbeitsgruppe von Stadt und Land vor, um weiter an einem Messekonzept zu arbeiten. Das habe Vorrang vor einer schnellen Lösung. Latz stellte klar, dass die Stadt nur in die Messe investieren werde, wenn sich das Land finanziell beteilige.CDU-Fraktionschef Peter Strobel warf der Saarbrücker Verwaltung vor, dem Land keine konkreten Vorschläge gemacht zu haben, wie es mit der Messe weitergehen soll. Stadt und Land hätten viel Zeit verloren. Peter Bauer (SPD) erwartet dagegen ein klares Signal von der Landesregierung für die Messe. sm

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