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Stadt sucht Freiwillige, die Kröten und Frösche über die Straße bringen

Saarbrücken. Aufgrund der steigenden Temperaturen ist in der nächsten Zeit mit dem Beginn der Amphibienwanderung zu rechnen, weil die Tiere aus ihrer Winterstarre erwachen. Darauf weist die Stadt Saarbrücken hin. red

Die Wanderwege der Kröten, Frösche und Molche kreuzen auch Straßen. Deshalb stellt das Zentrum für Bildung und Beruf (ZBB) im Auftrag des Umweltamtes an verschiedenen Stellen in Saarbrücken Amphibienschutzzäune auf.

Die Zäune befinden sich jeweils zum Ende des Winters an besonders sensiblen Stellen in St. Arnual, am Sonnenberg und am Sprinkshaus. Sie sollen die Amphibien auf dem Rückweg von den Winterquartieren in ihre Laichgewässer davor bewahren, massenhaft von Autos überfahren zu werden. Denn die Tiere sind sehr standorttreu. Um sich fortzupflanzen, suchen sie immer wieder das gleiche Gewässer auf, in dem sie selbst das Licht der Welt erblickt haben. Die Schutzzäune unterbrechen genau diese Wege.

Kommt eine wandernde Amphibie an einem solchen Zaun an, so bewegt sie sich an ihm entlang, um ihn zu umgehen. In regelmäßigen Abständen sind Eimer hinter dem Zaun eingegraben. Dort fallen die Amphibien hinein. Mehrmals am Tag werden die Eimer von Naturschützern über die Straße gebracht und die Amphibien dort wieder freigelassen. Und dafür sucht die Stadt noch Freiwillige.

Interessierte, die sich im Amphibienschutz in Saarbrücken engagieren möchten, können sich mit Manfred Büch vom Amt für Klima- und Umweltschutz, Tel. (06 81) 9 05 41 27 oder (06 81) 9 05 40 40, E-Mail: manfred.buech@saarbruecken.de, in Verbindung setzen.