Stadt entlastet Eltern nach Kita-Streik

Die Eltern bekommen wegen des Streiks in den städtischen Kindertagesstätten und Horten vom 8. Mai bis 5. Juni einen Monatsbeitrag zurück. Der Stadtrat hat am Dienstag den Weg dafür freigemacht und die "Satzung zur Benutzung der Kindertageseinrichtungen" geändert.

Darin steht: Wenn wegen eines Streiks eine Einrichtung zehn Tage in Folge schließt, zahlen die Eltern nur den halben Beitrag. Ab 20 Schließtagen in Serie soll der Monatsbeitrag entfallen. Weil während des Streiks im Mai und Juni und zweier Warnstreiks im April die städtischen Kitas und Horte an 23 Tagen geschlossen waren, erhalten die Eltern einen Monatsbeitrag zurück. Der Anspruch gelte für alle Eltern - auch für die, die ihre Kinder in sogenannten "Notkitas" unterbrachten, erklärt die Verwaltung. Diese hatte die Stadt während des Streiks für Eltern geöffnet, die dringend auf eine Betreuung angewiesen waren. 371 000 Euro wird die Erstattung insgesamt kosten. Auf der anderen Seite hat die Stadt diesen Betrag während des Streiks bei den Personalkosten gespart. Rund 130 000 Euro fließen an den Regionalverband, der die Elternbeiträge für Familien mit geringem Einkommen übernimmt. Nur Bernd Richter, Freie Wähler , stimmte mit Blick auf die hohen Schulden der Stadt und die Tariferhöhung gegen die Erstattung der Beiträge.