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Stadt bringt frische Luft in Klassenzimmer

Saarbrücken. Kinder und Jugendliche in Schulen und Kitas der Stadt Saarbrücken können bald an einem Gerät ablesen, wann sie die Fenster öffnen sollten. 500 Klimastationen verteilt die Stadt in den Klassen- und Kitaräumen. red

Stickige Luft oder zu hohe Temperaturen in den Klassenräumen ? In den städtischen Schulen und Kindertagesstätten soll das bald Vergangenheit sein. 500 Raumklimastationen will die Stadt Saarbrücken anbringen lassen. Die Messgeräte erfassen Temperatur und Luftfeuchtigkeit und zeigen an, wann Zeit ist, zu lüften. "Wir wollen die Kinder damit frühzeitig und spielerisch an die Themen Klima und Energie heranführen und damit eine Basis für klimabewusstes Verhalten legen", erklärt Umweltdezernent Thomas Brück.



Klimaschutz für die Jüngsten

Die Saarbrücker Kitas und Grundschulen engagieren sich schon beim Energiesparen und für den Klimaschutz .

Die Kita Malstatt zum Beispiel. "Themen wie Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sind seit Jahren Bestandteil unserer alltäglichen Arbeit. Darüber hinaus wurden situativ einzelne Projekte durchgeführt, in denen die Kinder unter anderem Tiere beobachteten, Wasser filterten und mit Unterstützung des Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetriebs (ZKE) Müll im Bürgerpark sammelten. So entwickeln unsere Kinder bereits von Anfang an einen verantwortungsbewussten Umgang mit den verschiedenen Ressourcen. Nur was in frühen Jahren entdeckt, erforscht und wertgeschätzt wird, wird später selbstverständlich geschützt", sagt Leiterin Caroline Sand.

Die Kita Malstatt ist jetzt eine der ersten, die mit zehn Klimastationen ausgestattet ist. Die übergab der Umweltdezernent an die Kindertagesstätte. Die Messgeräte sollen dabei helfen, das Umwelt-Engagement der Kinder und Jugendlichen noch zu verstärken. Wenn sich jeder richtig verhalte, könnten bis zu 20 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden, erklärt Brück. "Die Raumklimastationen sind dafür ein Anfang. Der neue Wettbewerb KlimaKids Saarbrücken , bei dem die städtischen Kitas und Grundschulen ihre Aktivitäten im Bereich Klimaschutz vorstellen können und für die besten Projekte mit einem Preisgeld belohnt werden, soll auch finanzielle Anreize schaffen", sagt der Umweltdezernent.

Kinder bedienen Geräte

Die Idee zu den Messgeräten brachte der Klimaschutzmanager der Stadt Claus Schrick auf den Weg. Dafür hatte er im Vorfeld alle Grundschulen und Kindertagesstätten besichtigt. Ziel sei es, dass die Kinder selbst auf die Werte achten, die das Gerät anzeigt und so erkennen, wann sie lüften müssen.