Stabwechsel beim Städtenetz QuattroPole

Seit gestern Nachmittag ist Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz nicht mehr Präsidentin des Städtnetzwerk-Vereines QuattroPole. Bei der Mitgliederversammlung in Metz übernahm der Metzer Oberbürgermeister Dominique Gros den Posten von Britz.

Ein Resümee ihrer zweijährigen Amtszeit als Präsidentin des Städtenetzwerkes QuattroPole zog Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz gestern bei der Mitgliederversammlung in Metz. Das teilte die Saarbrücker Stadt-Pressestelle mit.

QuattroPole - so erläuterte die Pressestelle - wird von einer Präsidentin oder einem Präsidenten vertreten, die oder der "aus den Reihen des Vorstandes für die Dauer von zwei Jahren gewählt wird".

Im Oktober 2014 fiel die Wahl auf Britz. Zu ihren unmittelbaren Aufgaben gehörten laut Pressestelle die Konsolidierung der Vereinsstruktur nach dem Eintrag ins Vereinsregister und die Gründung der Geschäftsstelle im Haus der Großregion "zur besseren Verzahnung der Zusammenarbeit zwischen den Städten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier im Juli 2015".

Ein wichtiger Meilenstein in Britz' Amtszeit war laut Pressestelle die gemeinsame Entwicklung eines strategischen Leitbildes der Zusammenarbeit. Außerdem habe QuattroPole im Dezember 2015 eine gemeinsame Resolution mit den Städtenetzen Tonicités, dem Sillon lorrain und dem Eurodistrict SaarMoselle unterzeichnet, die eine verbesserte Anbindung im europäischen Schienenfernverkehr fordere. Dabei gehe es u.a. um den Erhalt des Nordastes der Strecke Paris-Frankfurt (über Saarbrücken und Kaiserslautern) und den Ausbau der Strecke Brüssel-Luxemburg-Straßburg (Eurocaprail).

QuattroPole habe sich im Rahmen einer Konferenz der Europäischen Kommission zum Thema "europäische Verkehrskorridore" (TEN-T) in Metz engagiert und die Anliegen der Städte auch in einer Diskussion mit dem Minister für Infrastruktur in Luxemburg zur Sprache gebracht.

Als weitere Initiativen des Städtenetzes nannte die Saarbrücker Stadt-Pressestelle "die erfolgreiche Bewerbung um die Ausrichtung einer internationalen Konferenz zum fairen Handel", die 2017 in Saarbrücken als aktueller Hauptstadt des Fairen Handels stattfinden werde, sowie die Workshopreihe "Career International" in Zusammenarbeit mit der Universität Trier . Diese habe Studierenden die Möglichkeit geboten, interkulturelle Erfahrung als Ressource für den Berufseinstieg zu entwickeln.

Außerdem hätten Luxemburg, Metz, Saarbrücken und Trier wichtige Schritte zur Vertiefung der Zusammenarbeit in den Bereichen Start-Ups und Digitalwirtschaft unternommen. Im April 2016 organisierten sie beispielsweise eine Start-Up-Messe in Metz.