Staatsschutz ermittelt nach Saarbrücker Wohnhausbrand

Nach einem Brand in einem Zweifamilienhaus gestern Morgen in der Ottweiler Straße in Saarbrücken ermittelt nun der Staatsschutz. Die Feuerwehr hält Brandstiftung in der Doppelhaushälfte, die von fünf türkischen Staatsbürgern bewohnt wird, für möglich.

"Wir haben keine konkreten Hinweise auf einen ausländerfeindlichen Akt, können diesen aber auch nicht ausschließen", sagte Polizeisprecher Georg Himbert auf SZ-Anfrage.

Die Berufsfeuerwehr Saarbrücken wurde gestern gegen 11 Uhr alarmiert. "Wir sahen offene Flammen an mehreren Stellen. Das ist ein Hinweis, dass das Feuer gelegt wurde", erklärte Einsatzleitzer Klaus Jung. Es sei der Feuerwehr jedoch gelungen, die Flammen ohne Schäden für die Nachbarhäuser zu löschen. Bei der Durchsuchung des Gebäudes habe man keine Personen angetroffen. Am und im Haus entstand jedoch hoher Sachschaden.

Im Haus selbst habe man zudem Einbruchspuren festgestellt, so Himbert, alle Wohnungen seien durchwühlt worden. Möglicherweise hätten die Einbrecher auch Feuer gelegt, um ihre Spuren zu verwischen. Eine Bewohnerin, die bei der Rückkehr vom Einkaufen angesichts des Brandes und des Einsatzes kollabierte, wurde in ein Krankenhaus gebracht.