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Spielplätze für Senioren

Saarbrücken/Nürnberg. Sprechen Politiker vom demographischen Wandel, dann meinen sie, dass die Zahl der Kinder in unserer Gesellschaft schrumpft, während es gleichzeitig immer mehr ältere Menschen gibt. Wegen dieses demographischen Wandels sind in Saarbrücken seit einigen Monaten auch Senioren-Fitnessplätze ein Thema. Gelegentlich werden diese auch als Senioren-Spielplätze bezeichnet Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Saarbrücken/Nürnberg. Sprechen Politiker vom demographischen Wandel, dann meinen sie, dass die Zahl der Kinder in unserer Gesellschaft schrumpft, während es gleichzeitig immer mehr ältere Menschen gibt. Wegen dieses demographischen Wandels sind in Saarbrücken seit einigen Monaten auch Senioren-Fitnessplätze ein Thema. Gelegentlich werden diese auch als Senioren-Spielplätze bezeichnet.


Das hat auch schon den Sportausschuss des Stadtrates beschäftigt. Senioren-Fitnessanlagen, so der Ausschuss Anfang des Jahres, könnten zum Beispiel dort entstehen, wo Spielplätze nicht mehr gebraucht werden. Oder im Deutsch-Französischen Garten oder am Leinpfad entlang der Saar. Wie solche Senioren-Fitnessplätze allerdings aussehen, ist den wenigsten bekannt.

Deshalb machten sich Vertreter des Vereins Denkwerk-Stadt Saarbrücken und der Siedlungsgesellschaft auf nach Nürnberg, um sich dort solche Anlagen zeigen zu lassen. "In Nürnberg sind Plätze entstanden, die erstmals veränderten Bedürfnissen von Senioren Rechnung tragen und auch dieser Bevölkerungsgruppe attraktive tägliche Fitnessmöglichkeiten bieten", berichtet Birgit Quien, Präsidentin der Denkwerk-Stadt, nach dem Besuch in Franken. Weitere Anlagen in Nürnberg seien in der Planung oder würden bereits gebaut. Wie sie dort erfahren hat, geht das Nürnberger Konzept auf ein enges Zusammenwirken der Seniorenarbeit mit dem Jugendamt, dem Gesundheitsdienst, der Sportwissenschaft, dem Grünamt, dem Sport- und dem Bauamt entwickelt.



Solche Anlagen seien auch für Saarbrücken wichtig. Quien: "Es geht hier um die generationenübergreifende Weiterentwickelung, Gestaltung und Nutzung städtischer Anlagen, aber auch um das direkte Wohnumfeld der Bürger." Manfred Dörr, Geschäftsführer der gemeinnützigen Saarbrücker Siedlungsgesellschaft, schließt sich an: "Bewegung ist nicht nur für die Jugend, sondern zunehmend auch für die älteren Menschen von großer Bedeutung." Im September will die Denkwerk-Stadt ihre Erfahrungen bei einer Informationsveranstaltung der Saarbrücker Öffentlichkeit vorstellen.

Den Ort und den genauen Termin will Birgit Quien rechtzeitig bekannt geben.