| 00:00 Uhr

SPD und Linke sprechen sich gegen Umzug der HTW nach Kirkel aus

Saarbrücken. red

Der Plan, die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) nach Kirkel umziehen zu lassen, löst bei der SPD und den Linken Kritik aus. Für Peter Bauer habe die Hochschule eine überragende strukturpolitische Bedeutung für die Landeshauptstadt. "Es ist völlig unverständlich, dass der Hochschulstandort Saarbrücken in dieser Weise zerfleddert werden soll. Der Grundgedanke des Masterplans für die HTW ist immer gewesen, in Alt-Saarbrücken einen zentralen Campus aufzubauen und damit die Hochschule insgesamt zu stärken", sagte der SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzende. Der Umzug würde nicht nur den Standort, sondern auch die Hochschule insgesamt schwächen und dass, obwohl die HTW in den letzten Jahren immer mehr Studenten angezogen habe.

Auch Claudia Kohde-Kilsch von der Linkspartei sieht die Ausgliederung von Fachrichtungen ins Umland sehr kritisch. Es sei unbefriedigend, dass der Hochschulstandort Saarbrücken immer wieder durch erneute Meldungen über mögliche Teilumzüge beschädigt werde. Zu einer Hochschule gehört ein Campus mit der Möglichkeit von interdisziplinärer Lehre und Forschung. Studenten müssen die Möglichkeit haben, in andere Fachrichtungen hineinzuschnuppern. Wir brauchen eine breit angelegte Hochschulbildung an einem Standort, keine einzelnen Scheuklappenfächer", sagte sie.