SPD-Fraktion fordert Gesamtkonzept für Alt-Saarbrücken

Die SPD-Fraktion hat die Verwaltung aufgefordert, schnell einen "städtebaulichen Rahmenplan" für das Areal zwischen der Eisenbahnstraße und dem Busdepot in Alt-Saarbrücken in Auftrag zu geben. Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Peter Bauer, und der baupolitische Sprecher, Günther Karcher, erklären: "Ziel ist es, die Einzelinteressen sowie Bau- und Planungsabsichten der unterschiedlichen Akteure in einem Gesamtkonzept zusammenzufassen." Beide betonen, Alt-Saarbrücken müsse als Standort der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) langfristig gesichert werden.

"Dazu müssen auch die erforderlichen Erweiterungen der Hochschule gewährleistet werden. Ein Konzept über den notwendigen Raumbedarf der Hochschule liegt allerdings nicht vor." Die Entwicklung des von Stadt, Landesregierung und Hochschule gleichermaßen gewollten Campus Alt-Saarbrücken sei ins Stocken geraten, weil das HTW-Hochhaus im ehemaligen Gesundheitsamt immer noch nicht genutzt werden könne.

In der Diskussion über den denkmalgeschützten Pingussonbau kritisieren die SPD-Politiker, dass es zur weiteren Nutzung keine eindeutige Aussage des Landes als Eigentümer gibt. "Die Forderung nach einem Architektenwettbewerb macht ohne konkrete Nutzungsperspektive keinen Sinn", erklären Bauer und Karcher. "Es ist höchste Zeit, den Stillstand in Alt-Saarbrücken zu überwinden. Wir hoffen sehr, dass das Gespräch zwischen Stadt und Land Anfang Oktober Klarheit über das weitere gemeinsame Vorgehen bringt. Ein städtebaulicher Rahmenplan ist für uns das richtige Instrument."