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SOS-Kinderdorf hilft Jugendlichen bei Krisen im Job

Saarbrücken. Mit ehemaligen Ausbildern und SOS-Mitarbeitern greift das SOS-Kinderdorf Saarbrücken Jugendlichen aus seinen Reihen unter die Arme, die den Mut bei ihrer ersten Anstellung verloren haben. Wertpapiere und Immobilien spielen dabei eine wichtige Rolle. red

Beeinträchtigte Jugendliche haben es nach wie vor schwer, eine geeignete Arbeitsstelle zu finden. Doch was tun, wenn bei der ersten Anstellung Probleme auftreten? Mit Hilfe der SOS-Kinderdorf-Stiftung kann das SOS-Kinderdorf Saarbrücken seine ehemaligen Azubis unterstützen, wenn sie im Beruf in eine Krise geraten. "Die Jugendlichen schließen bei uns häufig eine Ausbildung ab, verlieren aber schnell den Mut, wenn in ihrem Betrieb mal nicht alles glatt läuft. Für solche Fälle stehen nun frühere Ausbilder und SOS-Mitarbeiter zur Verfügung, die die Jugendlichen bestärken, den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortzusetzen", erklärt Albrecht Scherer, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorfs. "Wir freuen uns sehr, dass wir dank der SOS-Kinderdorf-Stiftung jungen Menschen in Problemlagen schnell helfen und so Chancen für ein selbstbestimmtes Leben geben können."


Jährlich fördert die Stiftung mit ihren Erträgen die Arbeit des SOS-Kinderdorf e.V. im In- und Ausland. Über 700 Zustifter engagieren sich für benachteiligte Kinder und Familien. Aus ihrem Dachkapital konnte die Stiftung 2016 über eine halbe Million Euro ausschütten und unterstützt damit gezielt drei Schwerpunkte: Kinder, Schul- und Berufsausbildung sowie Hilfe in Notfällen. Zur Stiftungsfamilie gehören zudem 64 Treuhandstiftungen. Sie helfen in diesem Jahr mit Ausschüttungen in Höhe von mehr als 230 000 Euro Kinderdorf-Einrichtungen oder speziellen SOS-Fördermaßnahmen, die ihnen besonders am Herzen liegen. So wird zum Beispiel neben dem SOS-Kinderdorf Saarbrücken im Schwerpunkt "Bildung" das SOS-Kinderdorf Pfalz unterstützt - mit individueller Förderung für Kinder und Jugendliche mit Lernschwächen. Auch im SOS-Kinderdorf Potosí in Bolivien geben gezielte Bildungsmaßnahmen jungen Menschen Perspektiven für die Zukunft. Im Schwerpunkt "Kinder" ermöglichten die Stiftungserträge unter anderem eine dringend notwendige Anschaffung im Kinderdorf Lippe: Die Einrichtung bekam einen neuen Kleinbus. Und in Essen gibt eine neu eingerichtete Jugendwohngruppe minderjährigen Flüchtlingen wieder ein sicheres Zuhause. Als "Notfall" bekommen Kinder mit Behinderung im Kinderdorf Jorpati in Nepal in diesem Jahr neue Rollstühle.

"Um Kinder, junge Menschen und Familien bestmöglich unterstützen zu können, muss die SOS-Kinderdorf-Stiftung auch weiterhin nachhaltige Erträge erwirtschaften. Deshalb konzentrieren wir uns mit Bedacht auf unser Kapitalmanagement. Höchste Priorität hat für uns die Qualität unserer Anlagen in Wertpapiere und Immobilien . Denn das ist für die Zukunftssicherung elementar, gerade in der aktuellen finanzpolitischen Situation", erklärt Petra Träg aus der Geschäftsführung der SOS-Kinderdorf-Stiftung.



Startete die Stiftung 2003 mit einem Dachkapital von 500 000 Euro, beträgt dieses heute 26 Millionen Euro. Das Gesamtkapital der Treuhandstiftungen, das von der SOS-Kinderdorf-Stiftung verwaltet wird, beläuft sich auf 25 Millionen Euro.