Sommerträume im Rathaussaal

Mit einer Vernissage im Rathaussaal wurde am Freitagabend der Startschuss für die Ausstellung Sommerträume gegeben, die der „Verein für Freizeitkunst“ mit der Gemeinde initiiert hatte.

Den ansprechenden musikalischen Rahmen der Sommerträume-Vernissage im Wemmetsweiler Rathaussaal bildeten traumhafte Werke, welche die Sängerin Nathalie Wickert mit beeindruckender Stimme vortrug.

Die Ausstellung steht unter dem Motto Sommerträume und entführt die Besucher in andere Welten. "Wir möchten die Kunst fördern und dabei die junge und die ältere Generation mit einbeziehen", sagte Hans Reiter, der Vorsitzende des Vereins. Diese Integration war in der Ausstellung schon zu sehen. Denn neben den vielfältigen Werken der Künstler des Vereins waren Arbeiten der Grundschule "Zum Striedt" aus Wemmetsweiler zu sehen. Die Klassen eins bis drei hatten originelle Werke zum Thema "Sommerträume" geschaffen (Am Strand, Sommer im Karton). Ferner waren auf einer Stellwand im Saal Bilder ausgestellt, die Bewohner des Seniorenhauses Immaculata gemalt hatten.

16 Künstler, die Mitglied im Verein für Freizeitkunst sind, präsentierten in ihren Nischen die Ergebnisse ihrer Heimarbeit. Neben Kunstwerken der Malerei wurden auch Keramikexponate und Patchworkarbeiten ausgestellt.

Gerd Kessler hielt kurz und prägnant die Laudatio und fasste in Reimform zusammen: "Nur Harmonie kann in der Kunst beglücken. Wenn Farben, Linien und Strukturen stimmen, zu einem Bild die Teile ganz verschwimmen, lässt sich auch der Betrachter gern entzücken." Kessler, der oft als Schauspieler beim Theaterverein Fidelitas im Rampenlicht steht, verglich die Ausübung eines Hobbys mit einem Bühnenspiel. "Am faszinierendsten für mich sind Proben. Dabei die schöpferischen Kräfte toben. Die Aufführung ist nur zuletzt das Ziel."

Anschließend tat Bürgermeister Walter Dietz scherzhaft kund, dass er sich in einer verzweifelten Lage befinde. So schön singen wie Nathalie Wickert könne er nicht, so gut reimen wie Gerd Kessler auch nicht. Dafür stellte er aber die Frage: "Können wir uns nicht glücklich schätzen, dass wir einen Verein wie den der Freizeitkünstler haben?" Er jedenfalls sei darüber sehr begeistert, was so hinter den Häuserfronten in seiner Gemeinde passiere.