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Sommermusik: „Interstellar“ auf der Suche nach dem Sinn

Saarbrücken. Besuch von Außerirdischen kündigte Thomas Altpeter, Chef der Saarbrücker Sommermusik, am Donnerstag zur Begrüßung im Theater im Viertel (TiV) an. Tatsächlich ließ das Duo "Interstellar 227" bei seiner Performance "Aus dem Leben gegriffen" mancherlei Aspekte unserer Welt aus der Vogelperspektive erscheinen. Stefan Uhrmacher

Mit Hilfe von Verfremdungseffekten wurden Erwartungshaltungen erfolgreich zerstört, Phrasendrescherei gnadenlos entlarvt, scheinbar Selbstverständliches durch kindliche Wortverdrehungen infrage gestellt. Ebenso präzise wie emotionsgeladen war die musikalische Umsetzung des "choreografierten Konzerts" mit kleinen Improvisationsanteilen und technischen Extras wie Video-Intermezzi. Dorrit Bauerecker (auch Akkordeon) bediente das Klavier schon mal auf dem Bühnenboden knieend mit der Nase, während Barbara Schachtner ihre Stimme mit den akrobatischen Mitteln der Experimental-Künstlerin vielfältig einsetzte.



Zum Finale des spannenden Abends konnte Schachtner auch mit ihren Pfunden als Klassiksängerin wuchern: Romantische Kunstlied-Idylle, durch modernen Großstadtlärm gestört, ließ einen über Sinnfragen wie den Lauf der Zeit, Vergänglichkeit und Heimatsuche grübeln.