Sind Saarländer Blinker-Muffel?

Den Blinker zu setzen, wenn man mit dem Auto abbiegt, ist Pflicht und sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein, findet Hans Misiorny aus Bous. Doch viele Saarländer verzichteten auf die notwendigen Hinweise, hat der Leser-Reporter beobachtet.

Immer weniger Autofahrer im Saarland setzen ihre Blinker. Diesen Eindruck hat SZ-Leser-Reporter Hans Misiorny, Fensterbauer aus Bous. Beim Abbiegen an einer Kreuzung, beim Ausfahren aus einem Kreisel oder beim Anfahren vom Straßenrand würde heutzutage viel seltener der Fahrtrichtungsanzeiger betätigt als früher, meint Misiorny. Das verursache unnötige Verkehrsbehinderungen, da sich durch das Nicht-Blinken vor allem in Kreiseln oftmals der Verkehr staue.

Das Unterlassen der Fahrtrichtungsanzeige stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kostet den Autofahrer ein Verwarngeld in Höhe von zehn Euro, teilte ein Sprecher der saarländischen Landespolizei auf SZ-Anfrage mit. Ob die Zahl der Nicht-Blinker im Saarland tatsächlich zugenommen habe, könne die Polizei nicht bestätigen, da die genauen Gründe für solche Verwarngelder nicht erfasst würden, sagte der Sprecher der Landespolizei.

Für die Zukunft wünscht sich Misiorny, dass die Autofahrer sich wieder rücksichtsvoller im Straßenverkehr verhalten. Sie sollten neben dem Blinken auch lernen, ihren Müll nicht mehr aus dem Auto auf die Straße zu werfen. So fordert Leser-Reporter Misiorny ultimativ: "Es muss etwas passieren!"

Den Tipp für diesen Artikel gab uns SZ-Leser Hans Misiorny aus Bous bekommen. Wenn Sie auch Interessantes zu erzählen haben, wenden Sie sich per SMS/Fax an Tel. (06 81) 5 95 98 00 oder per Mail an leser-reporter@sol.de.