Sie spielen Horn und werden immer mehr

Vor zwölf Jahren begann alles mit einem Quartett einen Tag vor Heiligabend. Mittlerweile machen über 30 Musiker mit und die Lust am Musizieren ist ungebrochen. Mitmachen kann jeder, der Noten lesen und Horn spielen kann.

Mutige Waldhornspieler sind gefragt, wenn Arthur Knopp zum vorfestlichen Weihnachtslieder-Blasen lädt. Das traditionsreiche öffentliche und eintrittsfreie Musizieren soll am Mittwoch, 23. Dezember, um 18 Uhr in der Futterstraße über die Bühne gehen, nahe beim Musikhaus Knopp, dessen Inhaber Arthur Knopp auch nach seinem beruflichen Ausscheiden vor einem Jahr immer noch ist. Keimzelle und Kern der winterlichen Freiluft-Konzerte ist Knopps Quartett "Hornissimo". "Das Waldhornquartett gibt es schon seit den 80er Jahren, damals war ich der Jüngste. Die Besetzung wechselte aus Altersgründen, und plötzlich bin ich der Senior des Quartetts", erzählt der Musikalienhändler im erklärten (Un-)Ruhestand und Hobbyhornist aus Passion. Knopps heutige "Hornissimo"-Mitspieler sind Werner Erbel, Eva Burgard und Niko Burgard. Die Idee des christfestlichen Musizierens sei vor zwölf Jahren entstanden: "Damals haben wir als Quartett begonnen, einen Tag vor Heiligabend die Passanten in der Futterstraße mit Weihnachtsliedern zu erfreuen und ihnen im Weihnachtstrubel eine besinnliche Stunde zu bescheren." Bald hätten befreundete Hornisten angefragt, ob sie mitmachen könnten. So entwickelte sich ein größeres Waldhorn-Ensemble mit inzwischen über 30 Aktiven. "Die Teilnehmer sind total begeistert, die Passanten immer sehr erfreut", erzählt Knopp - viele erscheinen regelmäßig zu dem Ereignis. "Es sind alle Hornisten eingeladen, Amateure, Profis, natürlich auch Schüler. Notenkenntnisse sind erforderlich, es werden aber nur relativ einfach arrangierte vierstimmige Weihnachtslieder gespielt." Der Fokus liege auf dem gemeinschaftlichen Musizieren , so Knopp, dennoch seien auch "selbstständige Hornquartette oder Hornensembles" willkommen und bekämen einen eigenen Auftritt, wenn gewünscht. Die Noten der traditionell gehaltenen Bearbeitungen werden in einer Anspielprobe am selben Tag um 17 Uhr verteilt, erklärt der Gastgeber: "Nach Einteilung der Stimmen, dem Einstimmen der Instrumente und einer kurzen Verständigungsprobe wird musiziert." Schwellenängste seien überflüssig. Alle sollten einfach ihr Bestes geben und die Spielfreude ans Auditorium weiterreichen. Nicht optimal sei nur schlechtes Wetter. "Durch die Länge des Waldhorns kühlt das Metallblasinstrument schnell ab, was sich nicht günstig auf die Stimmung auswirkt", weiß Arthur Knopp - doch "bisher hatten wir immer Glück."

Damit Noten für alle vorbereitet werden können: Anmeldung unter info@musikschule-kaiserviertel.de oder (06 81) 9 10 10 29.