Sie lassen den Roboter schuften

Völklingen. Gespannt schauen die Gymnasiasten Niklas Nilius, Leonard Butz, Maximilian Bessrich und Jonathan Butz zu, wie sich der von ihnen konstruierte und programmierte Lego-Roboter an der schwarzen Linie entlang tastet. Beim Wettbewerb der Robo-Night bei der T-System in Saarbrücken muss der Roboter der Albert-Einstein-Schüler auf seinem Weg die Linie entlang verschiedene Aufgaben lösen

Völklingen. Gespannt schauen die Gymnasiasten Niklas Nilius, Leonard Butz, Maximilian Bessrich und Jonathan Butz zu, wie sich der von ihnen konstruierte und programmierte Lego-Roboter an der schwarzen Linie entlang tastet. Beim Wettbewerb der Robo-Night bei der T-System in Saarbrücken muss der Roboter der Albert-Einstein-Schüler auf seinem Weg die Linie entlang verschiedene Aufgaben lösen. Schafft er das, gibt es Punkte. Eingreifen können die vier, die zusammen das Team "E-Bots" bilden, jetzt nicht mehr. Nur noch hoffen, dass sie ihrem Roboter die richtigen Befehle mit auf den Weg gegeben haben.Alle zwei Wochen treffen sie sich freitags im Physiksaal ihrer Schule und tüfteln aus, was sie dem Lego-Roboter mit der NXT-Steuereinheit so alles beibringen könnten. "Man muss lernen, wie ein Roboter zu denken", sagt Max. Dazu muss man viel ausprobieren. Das Programm wird auf einem normalen Laptop geschrieben und dann mit einem USB-Kabel auf die Steuereinheit gespielt. An die sind noch bis zu vier Sensoren und drei Motoren angeschlossen, die übrigen Bauteile kommen aus dem Lego-Technik-Sortiment. Oft erleben sie bei ihren Experimenten Überraschungen. "Gelegentlich stürzt er schon mal ab", berichtet Jonathan. Und zwar sowohl computertechnisch als auch physikalisch. Während bei ersterem Missgeschick meistens ein Neustart hilft, muss der Roboter nach dem tatsächlichen Absturz von der Arbeitsplattform neu zusammengesetzt werden.

"Unser Vater ist Programmierer, deswegen interessieren wir uns auch dafür", sagen die Butz-Jungs. Jonathan, als Sextaner der Jüngste im Bunde, sagt: "Ich bin am Tag der Grundschüler auf die Roboter-Arbeitsgemeinschaft aufmerksam geworden und wollte sofort da mitmachen." Derzeit ist die Programmierarbeit für das Quartett noch ein interessantes Hobby, sie könnten sich aber alle vorstellen, später damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Seit zehn Jahren gibt es die Arbeitsgemeinschaft am AEG jetzt, wie Lehrer Franz Waßmut informiert. Vier Mal haben die "Relativen", die Vorgängermannschaft der "E-Bots", die Robo-Night gewonnen. Da nach einer Regeländerung nur noch Schüler bis Klasse 11 zugelassen sind, mussten die "Relativen" mit dem zweiten Platz im Vorjahr abtreten und den jüngeren Platz machen. Die qualifizierten sich im Oktober auf Anhieb als Sechste von 31 Teams. Und auch bei der eigentlichen Robo-Night setzte das Quartett gleich ein Ausrufezeichen. Platz drei unter zehn qualifizierten Mannschaften. Lehrer Waßmut stolz: "Besonders bemerkenswert ist, dass alleine unser Team die zweite der drei gestellten Aufgaben vollständig lösen konnte." Dabei waren drei Metallkörbe vom ursprünglichen Standort an einen anderen zu schieben. Im kommenden Jahr hoffen die "E-Bots" jetzt auf den Sieg. Denn auch die vor ihnen platzierten Teams würden dann ein Opfer der Altersregelung. "Man muss lernen, wie ein Roboter zu denken."

 Die vier gewieften Schüler mit ihrem fleißigen Roboter: Niklas Nilius, Leonard Butz, Jonathan Butz und Maximilian Bessrich (von links). Foto: Jenal
Die vier gewieften Schüler mit ihrem fleißigen Roboter: Niklas Nilius, Leonard Butz, Jonathan Butz und Maximilian Bessrich (von links). Foto: Jenal

Maximilian Bessrich