Sie feierten und verdienten dabei Geld für ihre sozialen Projekte

Sie feierten und verdienten dabei Geld für ihre sozialen Projekte

Malstatt. Samstagabend auf der Sportanlage Knappenroth auf dem Rastpfuhl: Eine kräftige Brise bayrischer Oktoberfeststimmung liegt in der Luft. Und dann schlägt Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz als Schirmherrin des zweiten Rastpfuhler Bürgerfestes gekonnt mit Unterstützung des Getränkehändlers Horst Gummelt das erste Festfass an

Malstatt. Samstagabend auf der Sportanlage Knappenroth auf dem Rastpfuhl: Eine kräftige Brise bayrischer Oktoberfeststimmung liegt in der Luft.Und dann schlägt Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz als Schirmherrin des zweiten Rastpfuhler Bürgerfestes gekonnt mit Unterstützung des Getränkehändlers Horst Gummelt das erste Festfass an.

Sie selbst erspart sich zwar den obligatorischen Abklatsch "O'zapft is", doch die Redensart von der Münchner Theresienwiese ist mehrfach mehr oder weniger gut nachgeahmt im fast vollen Festzelt zu hören. Und kaum ist das Freibier ausgeschenkt, da stürmen auch schon die Büddenbacher in Lederhosen und karierten Hemden auf die Bühne. Die Party-Band um Michael Heßlinger am Bass sorgt schnell für reichlich Gaudi im Zelt.

"Krüge, Gläser und Flaschen hoch", fordert Heßlinger immer wieder zwischen den Titeln, um dann seinen Trinkspruch anzubringen. Auch der ist typisch bayrisch: "Oans, zwoa, g'suffa!"

Die Partyhits zünden und die Stimmung steigt. Einer der Höhepunkte ist die musikalische Bobfahrt, bei der sich das Publikum gemeinsam mit den Musikern in die Kurven legen muss.

Wolfgang Kirch, der Vorsitzende des FC Rastpfuhl, erklärt, warum sein Verein nun schon das zweite Bürgerfest feiert: "Es gibt einfach zu wenige Feste für die Menschen in diesem Stadtteil."

Bereits 2010 - bei der Premiere des Bürgerfestes - hatte Peter Künzer, der Präsident des FC Rastpfuhl, erläutert, dass im Festkalender des oberen Malstatts eine Riesenlücke klaffe, seit das Fest der Rose nicht mehr auf dem Cottbuser Platz gefeiert werde.

Aber es geht dem FC nicht nur darum, den Menschen aus der Umgebung einen tollen Abend mit viel Unterhaltung zu bieten. Zweck des Festes ist ausdrücklich, Geld für die sozialen Projekte des Rastpfuhler Traditionsclubs zu erwirtschaften.

Da gibt es zum Beispiel die Schülerhilfe, die derzeit 30 Kinder nach der Schule besuchen können. Sie bietet unter anderem Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Betreuung an - und das kostenlos. Künzer würde dieses Angebot gerne erweitern, damit bis zu 50 Kinder aus der Umgebung an dem Programm teilnehmen können. Für dieses Projekt - das der Verein am Wochenende mit ein paar selbst gemalten Plakaten im Festzelt dokumentierte - hat er viel Lob geerntet. al