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Sie fällen bald ihr Urteil über die Filme des Max-Ophüls-Festivals

Sie fällen bald ihr Urteil über die Filme des Max-Ophüls-Festivals

Wer sind die fünf jungen Leute, die diesmal den mit 25 000 Euro dotierten „Preis der Jugendjury“ beim Filmfestival Max Ophüls Preis vergeben dürfen? Wir haben sie getroffen.

Sie kommen aus Frankreich und dem Saarland und gehen eigentlich noch zur Schule. Doch diese Woche haben Joel Crisetig, Till Weyland, Sarah Spies, Pina Beres und Justin Irsch etwas Besseres zu tun. Die fünf Jungs und Mädchen haben sich erfolgreich für die Jugendjury beim Filmfestival Max Ophüls Preis beworben. Das bedeutet: Jeden Tag sitzen sie ab 12 Uhr im Kino, sehen sich vier Filme aus dem Spielfilmwettbewerb an und vergeben am Samstag genauso wie die vier "erwachsenen" Festival-Jurys einen eigenen Preis. Gemeinsam ist ihnen selbstverständlich, dass sie große Kinofans sind. "Ich bin schon von klein auf mit meinen Eltern ins Kino gegangen", erzählt etwa Sarah Spies, 16, die die Waldorfschule in Altenkessel besucht.

Besonders interessieren sie Independent-Filme. Sarah mag zwar auch Serien, aber sie glaubt nicht, dass sie in der jungen Generation dem Kinofilm den Rang ablaufen werden.

"Filme haben doch einen nachhaltigeren Eindruck, sie schaffen es einfach, ihre Message in einer viel kürzen Spielzeit zu vermitteln", findet sie.

Für den zweisprachigen Lothringer Joel Crisetig (16, Deutsch-Französisches Gymnasium, DFG) aus St. Avold und für den Riegelsberger Justin Irsch (18, Oberstufengymnasium Informatik Völklingen) macht den großen Reiz des Festivals aus, dass man hier so eine große Bandbreite an Filmen kennenlernen könne, wie sie "normale" Kinos nicht böten. Justin Irsch dreht schon selbst Dokufilme. "Auch mal zu sehen, was die Regisseure erzählen, wie sie auf die Idee gekommen sind, wie der Film zustande gekommen ist", findet Pina Beres (16, Gymnasium am Steinwald Neunkirchen) toll. Bei der Bewertung bleibe das aber außen vor. Nach jeweils zwei Filmen setze man sich zusammen, um pro und contra zu diskutieren, erzählt Till Weyland (18, DFG Saarbrücken ). Die Verpflegung, die Atmosphäre, die Begegnung mit den Filmleuten, Lola Bistro - alles super, sind sich die fünf einig.

Wann sie ins Bett kommen? Justin überlegt kurz: "Am Dienstag war's halb zwei, aber die nächsten Abende machen wir noch ein bisschen länger".